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Die Zeit Vergeht…

Die Zeit vergeht…

…im Fluge, denkt sich der lockgedownte (oder müsste es gedownlockte heißen?) Wiltener bei Betrachtung dieser seltenen Luftaufnahme von Richard Müller. Das ganze Viertel steht schon da, links oben das Tschamlerstraßen-Wäldchen, rechts der Steinmetz Linser und doch fehlen einige Häuserblocks zum heutigen Stadtbild. Genauere Datierungsversuche sind willkommen, der Autor schätzt die Entstehungszeit auf etwa 1928 bis 1931. Es fehlen z.B. die modernen Bauten der frühen 1930er (Prachenskys Arbeitsamt 1932).

Besonders eindrücklich auf diesem Bild zu sehen ist die die Funktion der grünen Innenhöfe in Wilten. An ihrer Bedeutung hat sich, auch wenn das manche Stadtentwickler anders sehen, bis heute nichts geändert. In der Klinik setzt man noch auf natürlichen Tannenduft statt air condition.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Zumal in der Speckbacherstraße 31 keine Baustelle zu erkennen ist, dürfte das Bild wohl spätestens 1927 aufgenommen worden sein, man vergleiche dieses Rätselbild:
    http://innsbruck-erinnert.at/wieder-einmal/

    Vielleicht hilft dieser Zeitungsartikel aus den Innsbrucker Nachrichten vom 17. Juni 1927 bei der Datierung:
    „Lebhafte Bautätigkeit in Wilten-West. Heuer
    herrscht auch in Wilten-West einmal eine erhöhte
    Bautätigkeit. In der Nähe der Mandelsbergerstraße
    ersteht der neue städtische Wohnhäuserblock, an dessen
    Erbauung die Bau-Firmen Ing. Cantoni, A. Fritz, Griss-
    emann und Walch sowie Schmid-Negrelli beteiligt
    sind. Ferner wird dort schon seit Wochen an der Anl-
    age der städt. Kanalisierung gearbeitet. Emsige Bau- ­
    tätigkeit herrscht noch immer im Friedhof und in der
    Völserstraße geht ein Villenneubau des Baumeisters
    Retter der Vollendung entgegen. In der Speckbacher-
    straße arbeitet, wie schon berichtet, die Fa. Meinong
    an dem Neubau der Personalhäuser der ital. Staats- ­
    bahnen.“

  2. Irgendwie kommt mir das Bild wieder einmal bekannt vor. Einmal im Lager nachschauen. Ich erinnere mich dunkel, die Aufnahme wurde von einem Ballon aus gemacht, der in der Folge über den Brenner bis weit nach Südtirol geFAHREN ist ;-).
    Und richtig, vom Dopolavoro keine Spur, nur eine grüne Wiese. Zum Mandelsbergerblock sieht man gerade nicht mehr, nur zum Lagerplatz am Ende der Innerkoflerstraße.

  3. Die Aufnahme muss vor 1927, eher sogar 1924, entstanden sein. Es gibt noch keine Bautätigkeit am südl. Ende der Duilestrasse für das Umspannwerk Wilten. Am süd-westlichen Kopf des Westbahnhofes dürften Bautätigkeiten für die neuen Werkstatthallen der elektrifizierten Arlbergbahn entstehen.

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