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Die Schwarzen Mander (XIII.)

Die Schwarzen Mander (XIII.)

Die nächste Statue, die Godl goss, war die Leopolds III., Maximilians Urgroßvater. Für die Vorlage stand Dürer nicht mehr zur Verfügung, sondern sie wurde gänzlich vom bereits erwähnten Leonhard Magt gefertigt. Magt, der wie erwähnt auch schon an der ersten Statue Godls beteiligt war, war ein Bildschnitzer, der vermutlich ebenso wie Godl aus Nürnberg stammte und kam zusammen mit ihm nach Innsbruck. Während die die Statuen in der Werkstatt Sesselschreibers in Holz gearbeitet worden war, formte Magt die Gussvorlagen aus Lehm und Wachs. Die feinmodellierte Wachsschicht wurde anschließend mit einem Lehmmantel überdeckt und dann ausgeschmolzen.

Mit Leopold III. (1351–1386) und seinem Bruder Albrecht III. begann mit dem Vertrag von Neuberg die Teilung des Hauses Habsburg in eine leopoldinische und eine albertinische Linie –erst mit Maximilian wurden die habsburgischen Territorien wieder in eine Hand zusammengeführt.

Bereits mit vierzehn Jahren wurde Leopold mit Viridis Visconti, der Tochter des damaligen Herren von Mailand vermählt, mit der er vier Söhne hatte. 1371 begab sich Leopold auf „Preußenfahrt“ – er beteiligte sich an den Kreuzzügen, die der Deutsche Orden zu jener Zeit in Litauen und dem gesamten Baltikum führte. Dies war damals im europäischen Adel nicht unüblich, sein Bruder tat es ihm fünf Jahre später gleich. Nach dem Tod Rudolfs IV., dem ältesten der Brüder, führten Albrecht und Leopold die Regierung gemeinsam, doch ihre Differenzen führten 1379 zur erwähnten Erbteilung im Vertrag von Neuberg, in dem Leopold die Steiermark, Kärnten, Krain, die Windische Mark, Tirol und die Vorlande erhielt.

Ebenso wie Maximilian geriet Leopold in Konflikt mit den Eidgenossen. Trotz umfangreicher diplomatischer Vorbereitungen und zahlenmäßiger Überlegenheit erlitten die Habsburger 1386 eine schwere Niederlage gegen die Eidgenossen bei Sempach, in der auch Leopold den Tod fand.

Die großen Reitersiegel von Albrecht III. und Leopold III. (U-180_2/3)

(Signatur Ph-G-22594)

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