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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Die Ruine Sonnenburg?

Die Ruine Sonnenburg?

In einem privaten Fotoalbum, das vor kurzem in unseren Bestand gekommen ist, bin ich auf das Foto im Titel gestoßen, das laut Beschriftung die Ruine der Sonnenburg im Süden von Innsbruck im Jahr 1928 zeigt.

Wie Sie wahrscheinlich wissen, wurde die Ruine der Sonnenburg im Zuge des Autobahnbaus 1960 mitsamt dem Hügel, auf dem sie stand, dem Erdboden gleichgemacht. Zum damaligen Zeitpunkt waren lediglich noch Reste der Burg vorhanden, die im 13. und 14. Jahrhundert Sitz des Landgerichts Sonnenburg gewesen war. Seit dem 16. Jahrhundert war die Burg dem Verfall preisgegeben.

Ich kannte bisher keine Fotografie dieser Ruine und bin daher auch auf Ihre Einschätzung gespannt. Ist das tatsächlich die Ruine? Von wo aus könnte das Foto aufgenommen worden sein, sodass man die Nordkette ziemlich frontal im Blick hat? Was ist im unteren Teil des Bildes zu erkennen, die Brennerstraße?

Ergänzung 16.2.2026, 16:00 Uhr: Nach einem Hinweis von Karl Hirsch in den Kommentaren konnte die vermeintliche Zuschreibung im Album rasch als nicht zutreffend geklärt werden, schade.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum 05.156.01_01)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
    1. Bin nicht mehr dazugekommen zu schreiben, dass wir höchstwahrscheinlich von Herrn Hirsch eine Richtigstellung bekommen werden. Ich wusste nur nicht mehr, wie diese Örtlichkeit genau heißt. Dass es jedenfalls nicht die Sonnenburg sein kann, war mir schnell klar (Nordkette / Brennerstraße !!??)

        1. lieber Herr Roilo,

          wir sind ja zum Glück nicht bei Olympia, sodass die schnellste Zeit hier keine Rolle spielt 😉 Ihre Skepsis war natürlich berechtigt, meine wurde leider von der Beschriftung im Album etwas getrübt.

  1. Lieber Herr Hirsch,
    vielen Dank für die rasche Aufklärung, dann macht auch das Arrangement mit der Straße viel mehr Sinn und der Blick auf die Nordkette.
    In diesem Sinn erlaube ich mir dann auch den Titel des Beitrags zu ändern.
    C. Aichner

  2. War ich von Sonnen? Sinnenburg getoppt…..Risenmintag halt.

    Ich kenne die derzeitige offizielle Bezeichnung dieser Häuser und Kunstruinen nicht. Früher, als der Hofer dort seine Scharmützel in Szene setzte, war das noch eine der Vogelhütten am Wiltenberg. Die Hütte nannte man damals Schrofenhütte, ich kenn sie nur als ausgewachsenes landwirtschaftliches Gut. Vom Andreas Hofer Weg kommt man auf kurzem Weg zu einem Gatter, früher war dort noch der Name Retter zu lesen, neben den normalen Verboten, Warnungen und Drohungen, das Grundstück lieber nicht zu betreten.
    Jetzt ist der Name Retter verschwunden, aber einfach hineinzuspazieren würde ich trotzdem nicht empfehlen.
    Jetzige Adresse Brennerstraße 9.
    Es wäre jetzt natürlich spannend zu erfahren, wie man die ausgeklinkte Idee haben konnte, einen Neubau als Ruine zu planen. Eine Ausgeburt der Historienromantik.
    Internetweisheiten: auf der Umgebungskarte von Innsbruck von 1909 hieß es dort „Bereiterhof“. Ruine und Kapelle sind erst auf einer Karte von 1920 eingetragen.

    In https://www.uibk.ac.at/media/filer_public/38/ee/38ee88fa-9be8-4c87-ae01-1d0fc95fc4d4/roeck-3-gesamt.pdf liest man auf Seite 130 von einem Einsiedler Falbesoner, der eine Zeitlang im Rundturm des Retterschlössl gehaust hat.

    In der Fischnalerchronik hab ich nichts gefunden.

    Von der original Sonnenburg war vor der Abtragung des Hügels nichts mehr übrig, angeblich en paar Mauerreste, wie bei Strassberg in Vill.

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