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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Die Bürgermeister Von Inspruck (XIII.)

Die Bürgermeister von Inspruck (XIII.)

Nach dem Rücktritt Heinrich Falks  wählte der Gemeinderat Friedrich Mörz am 23. November 1893 mit 27 von 33 Stimmen zum Bürgermeister. Er war wie sein Amtsvorgänger Rechtsanwalt, während seines Studiums hatte er das Corps Athesia, sowie den akademischen Gesangsverein gegründet. Ebenso war er wie so mancher seiner Vorgänger als Mitglied einer der freiwilligen Studentenkompanien ins Feld gezogen, allerdings nicht während des Revolutionsjahres 1848, sondern während dem Krieg mit Sardinien-Piemont 1859.

Seine eindeutige, wenn auch nicht einstimmige, Wahl ist insofern überraschend, als er erst im Mai desselben Jahres in den Gemeinderat gewählt worden war. Der neue Bürgermeister drückte seinen herzlichen Dank aus, äußerte aber auch Besorgnis, ob er dem Amt gewachsen sei. Sein Programm fasste er knapp zusammen:

Sparsamkeit im Haushalt, Sorge um Erhaltung der geordneten Finanzen und Streben nach stetem Fortschritt in geistiger und materieller Beziehung.

Als Vizebürgermeister stand ihm der bereits in dieser Funktion seit 1886 amtierende Wilhelm Greil zur Seite. Im Januar des nächsten Jahres folgte die Bestätigung durch den Kaiser und die Vereidigung durch den Statthalter. Zwischen der 13-jährigen Amtszeit von Heinrich Falk vor, und der 26-jährigen Wilhelm Greils nach ihm, amtierte Mörz nur drei Jahre. Er kandidierte nicht zur Wiederwahl, da er sich seiner Kanzlei widmen wollte. Seine kurze Amtszeit war relativ ruhig – in seinen Nachrufen wurde er v.a. für sein Engagement im Tiroler Musikverein und der Rechtsanwaltskammer gelobt.

(Signatur Ph-8301)

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