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Die Artillerie Seiner Majestät (II.)

Die Artillerie seiner Majestät (II.)

Der 30,5 cm Mörser war nicht nur aufgrund seines beachtlichen Kalibers ein bedeutendes Geschütz für die k.u.k. Armee. Der Auftrag des Kriegsministeriums für den Entwurf hatte auch eine möglichst mobile Waffe verlangt – bei einem Gewicht von letztlich rund 25 Tonnen leichter gesagt als getan. Die Lösung Škodas lag darin, das Geschütz modular zu entwerfen. Es konnte in drei Teile zerlegt werden, jeder mit seiner eigenen Lafette. Die Wagen konnten dann je nach Gelände entweder zusammen oder getrennt gezogen werden. Auf dem Titelbild sind zwei der zerlegten Teile gut zu sehen. Wenn der Mörser in Stellung gebracht wurde, musste erst eine Grube für die Plattform ausgehoben werden, anschließend konnten die einzelnen Stücke mit dem Wagen darübergefahren werden, sodass sie möglichst wenig bewegt werden mussten. Dennoch nahm diese Prozedur selbst unter guten Bedingungen rund sechs Stunden in Anspruch.

Trotz der eingegrabenen Plattform verfügte der Mörser zusätzlich über ein Rohrrücklaufsystem, um den heftigen Rückstoß abzufedern. Nach dem Schuss wurde das zurückschnellende Rohr von einem mit Glycerin gefüllten Hydrauliksystem gebremst und anschließend wieder in Position gebracht. Dank dieser Technik musste der Mörser nicht nach jedem Schuss neu ausgerichtet werden.

(Signatur Sommer_15_150)

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