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Der Innsteg (I.)

Der Innsteg (I.)

Am 28. Mai 1836 eröffnete der Besitzer des Schlosses Büchsenhausen, Johann Mahl-Schedl (der spätere Johann Mahl-Schedl von Alpenburg), eine Fähre zwischen St. Nikolaus und dem südlichen Innufer auf der Höhe des Löwenhauses. Die zwei gekoppelten Schiffe liefen an einem Zugseil entlang zwischen den Ufern, die Fährgebühr betrug einen Kreuzer (sie erhöhte sich jedoch später auf 2 Kreuzer). Hier zu sehen ist eine Zeichnung aus dieser Zeit, wobei sie nach dem Vermerk rechts unten („ehemalige Überfuhr in Innsbruck“) vielleicht etwas später entstand, je nachdem wann sie notiert wurde. Im April 1871 gesellte sich flussabwärts noch eine weitere Fähre hinzu.

Die Innsbrucker Nachrichten berichteten 1868, dass es bereits Wünsche gab, die Fähre durch einen Steg zu ersetzen, da die kleinen Schiffe oft die Überfahrt nicht schafften, etwa wegen Hochwasser oder Eis, und man somit häufig den Umweg über die Innbrücke nehmen musste. Man habe diese Bitte bereits dem Magistrat mitgeteilt, doch scheute man die Kosten.

Drei Jahre später wurde im Gemeinderat über einen hölzernen Steg debattiert; der Baumeister Josef Mayr, der Handelsmann Johann Handl und Ludwig Schumacher waren die Herren, die um die Bewilligung ansuchten. Es gab jedoch zahlreiche Einwände – ein Holzsteg mache sich zwischen der Ketten- und der Innbrücke nicht gut, die meisten Leute währen über die Innbrücke ohnehin schneller am Ziel etc.. Unter den Gegenargumenten gab es auch wahrlich kuriose Exemplare: So wurde etwa argumentiert, dass Fabrikarbeiter, die den Steg benutzen würden, ja früh morgens kämen, wo eine Verspätung nicht wichtig sei (?), und spät abends wieder gingen, dann täte ihnen die Bewegung ohnehin gut.

(Signatur Ph-13266)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
    1. Lieber Herr Auer,

      vielen Dank, das freut mich sehr!

      Da haben Sie natürlich recht, danke für den Hinweis – in der ersten Zeile muss mir schon wieder so ein Fehler passieren!

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