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Bitte Volltanken – Teil 2

Bitte volltanken – Teil 2

In diesen Tagen ein teures Unterfangen.
Zapfanlagen wurden oft direkt auf dem Bürgersteig gebaut. So auch am Bahnhof in Innsbruck.
Ein Tankwagen steht bereit, um den unterirdische Kraftstofftank aufzufüllen. Neben der Zapfsäule befindet sich die sogenannte Ölbar (auch: Ölkabinett) mit dem Motorenöl. Der Tankwart füllt gerade das offene Öl ab. Bei seiner Arbeit wird er genau beobachtet.
Der Begriff Essolub setzt sich zusammen aus der Firmenbezeichnung der Standard Oil AG, ESSO, und lub, der Abkürzung für lubricant (engl. Schmiermittel).

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Walter Kreutz, KR/Ne-3130, um 1950)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Diese Tankstelle (was jetzt, Esso oder Mobil?) gab es noch weit in meinen Erinnerungshorizont hinein. Später hieß es nur Mobil. Das galt auch im übertragenen Sinne, wenn die resolute Tankwartin jedem falschparkenden Blockierer der Zufahrt gehörig Beine machte. Auch unser Lehrer, der uns zur abkommandierten Karl Schranz Sapporo Bewillkommnung nichtsahnend in ihrem heiligen Bezirk aufstellen hat wollen, bekam postwendend eine der bekannten Goschn angehängt.

    Der Tankwart auf dem Foto hat vor sich gerade noch sichtbar eine Mischkanne stehen welche zum Herstellen eines Zweitaktgemischs nach Rezept des Auto- oder Motorradherstellers verwendet worden ist. Es wird gerade das Motoröl eingefüllt, dann kam das Benzin im richtigen Mischverhältnis dazu, oder umgekehrt. Typisch war damals das Mischverhältni Öl : Normalbenzin 1:20 oder 1:30. Die neueren Nachkriegs-DKW kamen sogar mit 1:40 aus. Trotzdem war das Gemisch zusammen teurer als Superbenzin. Anschließend wurde das (geschüttelt, nicht gerührt) Gemisch in den Tank oder, wie augenscheinlich hier, in den Kanister gefüllt. Da ein falsches Gemisch, vor allem mit zu wenig Ölanteil, den Zweitakter zum Draufwarten ruinieren konnte, waren kritische Blicke berechtigt.

  2. Jüngere werden das im Hintergrund zu sehende Haus nicht erkennen: Es sind die Überreste des zerbombten „Hotel Tyrol“ bzw. „Tyroler Hof“ an der Ecke Brixner Straße – Brunecker Straße.

    An der Mauer fallen noch drei Besonderheiten auf: Die ellipsenförmige Straßentafel, wie sie für alle „Südtirolerstraßen“ bei der Umbenennung angebracht wurden, die weiße „Kriegsbemalung“ des Hauseckes sowie ganz links das schwarze Feld mit dem weißen Kreis, das auf einen in diesem Haus befindlichen öffentlichen Luftschutzkeller hinweist.

    1. Diese Tankstelle stand doch am Platz vor dem Uhrturmgebäude . Hab mich immer gewundert wie weit die in die Straße hinein ragte und für meine Begriffe ein Verkehrshindernis darstellte bzw. irgendwann dann wirklich eines wurde.

  3. Diesen Tankstelle gehörte meiner Tante Julie Schier und ich konnte mir während meiner Sommerferien als Tankwart (Tanken, Scheibenreinigen, Kühlwasser auffüllen usw.) ein paar Schillinge Taschengeld verdienen. Da die Tankstelle (Hr.Pechlaner) tatsächlich ziemlich weit in die Straße ragte, musste beim arbeiten sehr auf den Fließverkehr geachtet werden….

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