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Amras, 8. Juli 1962

Amras, 8. Juli 1962

An diesem denkwürdigen Tag feierte der Ur-Amraser Pater Richard – eigentlich Josef – Klotz (geb. 27.01.1937) in Amras seine Primiz. Es war ein denkwürdiges Fest, das sich über zwei Tage erstreckte. Dazu gibt es viel zu berichten, war es doch die bisher letzte Primiz, die in Amras gefeiert wurde. Und dass man in Amras traditionelle Feste zu feiern versteht, das kann an dieser Stelle bestätigt werden.

Ich möchte an dieser Stelle auf den sehr interessanten Beitrag von der sehr geschätzten Mag. Maria Ludescher-Bramböck im „Amraser Bote“, 48. Jahrgang, Nr. 2, Juni 2012 verweisen, der über dieses Ereignis und den Menschen Richard Klotz einen sehr berührenden Eindruck vermittelt. Hier der Link: http://www.amras.at/cms2/index.php/bote2012

Natürlich freuen wir uns über weitere Erinnerungen, Berichte und Fotos.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-3317 und Ph-3318)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Es ist die falsche Ausgabe des Boten verlinkt: Amraserbote122 googeln, dann kommt die richtige Adresse, allerdings mit Sicherheitswarnung

  2. Die Primiz habe ich selbst nicht miterlebt, aber sie ist bis heute in Amas präsent. Und auch die Geschichten über den jungen Josef, den eine Kinderlähmungs-Beeinträchtigung weder vom „wilden Knaben“ noch vom Priesterberuf abhalten konnte.

    Ich habe Pater Richard als Ministrant erst um 1970 herum kennengelernt, als er seinen Urlaub in Amras verbracht und den Pfarrer vertreten hat. Und ich habe gleich die Wirkung erlebt, wie er seine Behinderung mit ansteckender Fröhlichkeit gemeistert hat. Es geschafft hat, die Behinderung in Hoffnung und Vorbild für die Mitmenschen zu übersetzen.
    So hat er sich also damals in seiner Franziskanerkutte über die Stufe in die Sakristei gequält. Strahlend stand er dann da und mit seinem „Griaß eich“ war jeder Bann gebrochen. Sogar während der Messfeier wurden wir als Menschen wahrgenommen, was durchaus nicht immer üblich war.

    Vor der Kirche und am ganzen Heimweg warteten die Leute auf ein Gespräch mit ihm. Sein Interesse auch an neuen Begegnungen erlebten meine Eltern, als er eines Tages vor unserer Türe stand, – im 3. Stock ohne Lift. Er hat die Menschen (auf)gesucht, konnte zuhören und hatte was zu sagen, – was soll man von einem Seelsorger besseres erzählen?

    Ja, Amras „kann“ feiern und hätte eine würdige Primiz auch an einem Tag ausrichten können. Aber ich verstehe gut, dass bei diesem „Kommunikationsgiganten“ ein Tag zu wenig war, damit ihm alle Gruppen und Einzelpersonen persönlich Glück und Segen wünschen konnten!

    „Nicht ein beschauliches Leben hat mich interessiert, nein: daß die Leute Freude an der Kirche finden.“ steht in seiner Handschrift im Bericht im „Amraser Boten“ 2/2012.
    Alles gelungen, lieber Pater Richard. Und weiterhin alles, alles Gute!

  3. Mit gebührendem Abstand zu den Feierlichkeiten dieses Tages:
    Im ersten Bild befinden wir uns etwa vor der jetzigen Phil.Welser-Str. 51 (Raika) mit direktem Blick zur Gerh.Hauptmann-Str. 29/31.
    Ganz rechts die Wallpachgasse 3, welche schon Gegenstand eines Rätsels war:
    https://innsbruck-erinnert.at/ich-habe-da-ein-album-entdeckt-xvii/

    Auf dem zweiten Foto im Hintergrund die Wallpachgasse 10, seit wenigen Jahren ein großes Mehrparteienhaus. Über die dortigen Miet- und Kaufpreise hab ich mich damals erkundigt … aber in dieser Beziehung steht dieses Haus auch nicht allein da …

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