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Am Kohlweg

Am Kohlweg

Noch einmal dürfen wir das Familienalbum von Frau Maislinger aufschlagen und uns an den festgehaltenen Erinnerungen erfreuen. Zu sehen sind ihre Urgroßeltern sowie eine Großcousine und natürlich nicht zu vergessen der Bello, Waldi oder Franzl, der ziemlich brav „Sitz“ macht. Die drei stehen im Bereich des Kohlweg, unterhalb der Gärtnerei Lercher/Heis.

Ein besonders interessantes Detail ist das Schild im rechten Bildrand, welches das „Bauvorhaben Schneeburggasse“ ankündigt. Bauherrin war die „Wohnungseigentum“ Tiroler Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H. Es handelt sich dabei offensichtlich um die heutigen Gebäude Kohlweg 2 und 4, ursprünglich gedacht als Schneeburggasse 54e (die Nummern Schneeburggasse 54a-h erhielten die in den 80er-Jahren etwas unterhalb erbauten Blöcke, die am Areal der ehemaligen Gärtnerei Köchler errichtet wurden). Die 1969 errichteten Blöcke Kohlweg 9-11 würden lagetechnisch zwar auch noch infrage kommen, allerdings war hier ein anderer Bauherr tätig. Die Baubewilligung für Kohlweg 2-4 erfolgte im Herbst 1962, dieses Foto dürfte also in der Folgezeit entstanden sein. Das Gebäude im Hintergrund müsste demnach Hinterwaldnerstraße Nr. 23 in einer früheren Form sein (obwohl ich zuerst auf Nr. 25 getippt hätte, das heute noch sehr ähnlich aussieht, aber das geht sich vom Blickwinkel her eigentlich nicht aus).

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-Dig; Provenienz: Maislinger)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Hanna,

    als langjähriger Bewohner der Adressen Schneeburggasse 54h, die dann Kohlweg 8 wurde und später des benachbarten Kohlweg 6 erlaube ich mir hinzuzufügen: Das Haus im Hintergrund ist definitiv die Hinterwaldnerstraße 23. Hier habe ich von der ersten bis zur dritten Klasse Volksschule jeden Tag um 7 vor halb 8 die liebe Maria Streli abgeholt. In den 1980ern sind da noch zwei Stockwerke draufgekommen (Architekt Jörg Streli).
    Der Kohlweg war zweigeteilt: Die geraden Nummern waren die „Wohnungseigentum“, also die Häuser die da angekündigt werden. Architekt Franz Kotek wohnte selber auf Nummer 10, wo seine Frau als Hobby die Dohlen fütterte. Die ungeraden Nummern, die etwas später dazukamen, waren die „Nogler-Daum-Häuser“, etwas moderner als unsere Blocks und mit einer 25 cm hohen Metallleitschiene von unserem Hof getrennt.

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