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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Am Innrain

Am Innrain

Im heutigen Bild blicken wir auf den Markgraben/Innrain. Es scheint Markttag zu sein, jedenfalls sieht man zahlreiche Menschen und einige Verkaufsstände. Etwas irritierend ist der große Steinhaufen mitten auf der Straße mit teils ziemlich großen Brocken. Was es wohl damit auf sich hat? Eine Baustelle? Wenn ja, was wird gebaut? Das zweite Fragezeichen tut sich bei mir bei dem überdimensionalen Schild an der Fassade des Klosters auf. Offenbar wird hier Werbung für ein Schuhgeschäft gemacht – leider kann ich nicht genau erkennen, was auf dem Werbeplakat steht. Vielleicht können Sie es entziffern? In Summe ergeben diese Besonderheiten vielleicht auch eine Möglichkeit zur genaueren Datierung des Bildes – ich bin gespannt.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-22631)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Ach geh! Das mickrige „Riesenschild“ eines Schuhlagers hängt an zwei Streben am Eck des Vorläufers des heutigen Tyrlerhauses.

    Was man da buddelt?Nachdem der Plan, die Straßenbahn als U-Bahn zu konzipier, leider gescheitert ist, hat man, da das Loch schon einmal da war, einen Kanal verlegt.

  2. Dieser Steinhaufen ist wirklich beachtlich, leider aber keine Hilfe, was die Datierung betrifft. ANNO war diesbezüglich nicht gerade freigiebig, mag vielleicht auch an der Auswahl meiner Schlagworte liegen.
    Der Versuch, das Schuh-Lager-Schild weiter entziffern verlief ebenfalls negativ. In der Seilergasse 17 war das Schuhlager des Jakob Petri kurz angesiedelt und auch ein Schuhmacher namens Anton Fuchs, evtl. sollte das Schild auf diesen Laden hinweisen, auch wenn im dritten Wort weder Fuchs noch Petri erkennbar sind.

    Bleibt noch der Vergleich mit einem ähnlichen Bild, das hier bereits zweimal zu sehen war und mit „in den 1920er Jahren“ annähernd datiert werden konnte: https://innsbruck-erinnert.at/mit-hut-cape-und-kopftuch/
    (Der zweite Titel lautete „Denn die einen sind im Dunkeln Und die Andern sind im Licht …“)

    Demnach muss das „Steinhaufen-Titelbild“ früher entstanden sein. (Gaslaternen statt elektr. Beleuchtung, der Schriftzug Felizian Rauch fehlt noch auf dem Haus Innrain Nr. 6). Wann kam der wohl drauf? In P. Helfers Häusermeer wird als erster Besitzer dieses Gebäudes mit der Theresianischen Kataster Nr. 144 für das Jahr 1888 Felizian Rauch genannt. Bereits im ersten AB von 1896 scheint Carl Pustet als Eigentümer auf.

    Auffällig auch der Teil des Klosterkomplexes, der nicht mehr parallel zum Innrain verläuft, sondern abgeschrägt in den Marktgraben überleitet. Er ist hier mit nur 2 Stockwerken zu sehen, am Vergleichsbild gar nicht, weil komplett im Schatten. Auf dieser Aufnahme aber, von Herrn Christof Aichner, dem Autor des Beitrages „Die Welt von Gestern“ mit „kurz vor dem Ersten Weltkrieg“ datiert, ist das Gebäude bereits dreistöckig: https://innsbruck-erinnert.at/die-welt-von-gestern/

    Die IN berichten von der Fertigstellung des 3. Stockwerkes: https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18740923&query=%22Ursulinen%22&ref=anno-search&seite=4
    Das heißt, die Aufnahme müsste vor 1874 entstanden sein. Vorsichtshalber gegoogelt: Fotografieren war zu diesem Zeitpunkt bereits möglich, auch wenn leise Zweifel bestehen bleiben.

    Und die Verwendung der Steine ist damit immer noch nicht geklärt. Weil sie gar so groß sind, vielleicht wurden sie zur Befestigung des nahe gelegenen Innufers benötigt oder zur Zuschüttung des Holz-Trift-Kanals. Wann war denn das wieder? Heute nicht mehr …

    1. Im Beitrag „Zur Klärung des so viel diskutierten Bildes“ sieht man den Teil vom Ursulinenkloster noch zweistöckig – und dazu die Schienen der Lokalbahn. Das Kloster muss dementsprechend auch nach 1891 noch zweistöckig gewesen sein

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