Hofgasse einmal anders
Viele von uns, wenn nicht fast Alle meiden vor allem im Sommer die Hofgasse. Ströme von Touristen wälzen sich durch. Reisegruppen aber nicht mehr, weil sie einfach nicht durchkommen. Und während der langen Passage wird man von Waren belästigt, die man einfach nicht sehen will: Tirolerhüte, Kinder-Dirndln, Brettln mit lustigen Sprüche und ähnlichem Müll. So wie sich halt die chinesischen Produzenten Tirol vorstellen.
Das war aber nicht immer so. Früher gab es hier Geschäfte wie eine Wiener Bäckerei. Warum heißt das eigentlich „Wiener Bäckerei“? War damit eine besondere Produktionsart gemeint oder sollte das eine bestimmte Qualität benennen?
Im Burgriesen-Haus gab es noch ein „Burgriese-Buffet“. Jahrzehnte später gab es hier das „Nofretete“. Das hat natürlich niieeeeemand aus unserer männlichen Leserschaft je betreten.
Früher machten Einheimische in der Hofgasse einen Tratscher. Der Mann in Uniform rechts, der eine Uniform aufträgt, lässt mich auf 1950er Jahre schließen. Die Knickerbocker des Tratschers eigentlich auf 1930er, aber vielleicht trägt er sie auch nur auf…?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-38.539)