Die Zwiebelknopffibel hat einen Zwiebelknopf am Fibelkopf.
Zwar ist auf dem Bild keine Zwiebelknopffibel zu sehen, doch dieser kleine Zungenbrecher beziehungsweise Merkspruch kommt mir bei Gewandschließen immer sofort in den Sinn, weil ich mir nie merken konnte, ob es nun der Zwiebelkopf oder doch der Zwiebelknopf war.
Archäolog*innen lieben Fibeln. Sie lassen sich oft hervorragend in datierbare Gruppen einteilen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Brillenfibel, ein Leitfossil der Hallstattzeit. Paarweise getragen, gehörte sie zur weiblichen Tracht und war damit so etwas wie das It-Piece der frühen Eisenzeit.
Im Grunde handelt es sich bei Fibeln um Gewandschließen, also um Sicherheitsnadeln, allerdings um deutlich schönere Sicherheitsnadeln, als die die wir kennen. Man findet sie von der Prähistorie bis ins Mittelalter, wo sie schließlich in ihrer Funktion vom Knopf abgelöst wurden.
Die abgebildeten Stücke stammen aus römischer Zeit und wurden in Wilten gefunden. Mit den genauen Typenbezeichnungen möchte ich an dieser Stelle allerdings niemanden langweilen. Sollten sich unter den Leser*innen Kolleg*innen befinden, dürfen diese sich aber natürlich gerne selbst an einer Bestimmung versuchen.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-21223)