Streetart – X
Das Besondere an Urban Art ist ihre Internationalität. Künstlerinnen und Künstler hinterlassen auf Reisen ihre Werke an den unterschiedlichsten Orten, tauschen sich auf Festivals aus oder realisieren Projekte in anderen Städten. Ein Beispiel dafür ist das Streetart-Stipendium der Stadt Innsbruck, für das sich sowohl heimische als auch internationale Kunstschaffende bewerben können.
Das hier abgebildete Mural stammt vom spanischen Künstler Tikismikis. Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich sein Schriftzug in den Zähnen der dargestellten Ratte erkennen. Das Werk ist ein gutes Beispiel dafür, wie Künstlerinnen und Künstler ihre ganz persönliche Handschrift auch fern ihrer Heimat in den urbanen Raum einbringen.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-DS-1-0397)
Ich finde es voll schade, dass so viele gute Murals ausgerechnet an diesem abgelegenen Ort sind, an dem nie jemand vorbeikommt, weil dort überhaupt kein Weg hin- oder durchführt. Dort sind einige richtig gute. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, ist mir überhaupt nicht klar, nach welchen Kriterien die Legal Walls in Innsbruck als solche freigegeben werden, denn die allermeisten, die zumindest ich kenne, befinden sich irgendwo im Untergrund oder in Randgebieten. Ich meine, wer spaziert oder beradelt jemals den Weg zwischen Olympiaworld und Tivolistadion? Wer bleibt in einer Radunterführung stehen? Dabei haben wir sicher mehr als genug geeignete große Betonlandschaften an sichtbareren Orten und in zentraleren Gegenden, sicher auch in der Inneren Stadt.