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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Leopold Stastny: Kindheit Und Spielerkarriere (1911-1939)

Leopold Stastny: Kindheit und Spielerkarriere (1911-1939)

AUS DEN MARCHAUEN NACH BRATISLAVA

Leopold Stastny wurde am 23. Mai 1911 als Sohn von Jakub Šťastný und Terézia (geb. Schlesinger) in der kleinen west slowakischen Gemeinde Rarbok, heute Rohožník, geboren. Vater Jakub war Leiter einer Schnapsbrennerei, die Mutter blieb mit Leopold und seinem älteren Bruder Ernest zu Hause. Ende 1918 zog die Familie von Rohožník nach Bratislava, wo der Vater zunächst als Angestellter in einem Holzunternehmen arbeitete und sich später in dieser Branche mit einer Firma selbstständig machte, die er bis 1939 betrieb. Der geschäftliche Erfolg ermöglichte es der Familie, Ferien am Meer zu verbringen, was für die damalige Zeit ein besonderer Luxus war. Fotos aus der Zeit zeigen die Sportleidenschaft der Familie, vor allem bei Leopold.

In Rohožník besuchte er die erste Klasse Volksschule, vier weitere Schuljahre absolvierte er in Bratislava. Danach trat er in das Staatliche Realgymnasium ein und wechselte 1926 an die Handelsakademie.

FUSSBALLERISCHER BEGINN UND AUFSTIEG

1923 trat Leopold Stastny als Zwölfjähriger dem Sportverband Sokol bei und spielte parallel dazu in den Nachwuchsteams des 1. ČsŠK Bratislava sowie der slowakischen Jugendnationalmannschaft.

Sein Debüt in der Kampfmannschaft des 1. ČsŠK gab Stastny 1929 in einem Freundschaftsspiel gegen den SC Hainburg. Nach dem Schulabschluss übersiedelte er 1931 beruflich nach Ružomberok, wo er für den dortigen Verein spielte, danach nach Žilina, wo er für den ŠK Žilina auflief. Kurz danach wurde Leopold Stastny vom 1. ČsŠK nach Bratislava zurückgerufen.

Als kompromissloser Verteidiger wurde Stastny zu einer fixen Größe des 1. ČsŠK. Ab der Saison 1935/36 spielte der Klub mit ihm als Kapitän auch in der nationalen tschechoslowakischen Profiliga.

Für die tschechoslowakische Nationalmannschaft bestritt Stastny 1937 zwei Länderspiele, darunter ein Match gegen Österreich im Prager Letná-Stadion. Dass er neben den Stars von Sparta und Slavia Prag ins Team berufen wurde, galt als große Ehre.

Dieser Text stammt aus der Ausstellung „Leopold Šťastný. Überlebender des Nazi-Terrors, Trainerlegende & Erfinder der Schülerliga“ (Innsbruck 2025 und 2026), die wiederum auf die Ausstellung „Football under the Swastika: The Story of Leopold „Jim“ Šťastný“ (Bratislava 2020) zurückgeht.

Autoren der Ausstellungstexte: Peter Bučka, Joachim Bürgschwentner, Tomáš Černák, Niko Hofinger, Kevin Simpson, Georg Spitaler, Michal Vaněk

Bild: Leopold Stastny (Vordergrund) in Aktion beim 1. ČsŠK Bratislava. (c) Familienarchiv Šťastný / Museum der jüdischen Kultur, Bratislava

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