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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Erinnerung An Die Brennerbahn – Tunnel Schelleberg Und Pontigl

Erinnerung an die Brennerbahn – Tunnel Schelleberg und Pontigl

Das Rätsel unseres letzten Beitrags wurde, wie so oft, von unseren Leser*innen bravourös gelöst. Zu sehen war der Streckenabschnitt unmittelbar südlich des Brenners mit seinen markanten Tunnelanlagen bei Pontigl.

Gerade in diesem Bereich zeigt sich eindrucksvoll, welch enorme ingenieurtechnische Herausforderungen beim Bau der Brennerbahn zu bewältigen waren. Um den beträchtlichen Höhenunterschied zwischen Gossensaß und dem Brennerpass überwinden zu können, wurde die Strecke durch eine rund vier Kilometer lange Schleife ins Pflerschtal künstlich verlängert. Die dabei entstandenen Kehrtunnel ermöglichten es, die notwendige Steigung auf für den Bahnbetrieb beherrschbare Werte zu reduzieren.

Offenbar galten diese Tunnelanlagen schon den Zeitgenossen als technische Sensation. Die dramatische Gebirgslandschaft, kombiniert mit den kühnen Tunnelportalen, verkörperte wohl genau jene Mischung aus Naturgewalt und technischem Fortschritt, welche die frühe Alpenbahn so faszinierend machte.

Heute präsentiert sich die Situation allerdings völlig anders: Die historische Trasse und damit auch die genannten Tunnel sind längst außer Betrieb. Der Bahnverkehr wird seit 1999 durch den 7.349 Meter langen Pflerschtunnel geführt, der die Züge sicher an den engen und einst durchaus gefährlichen Abschnitten der alten Strecke vorbeileitet. Die alten Tunnels können heutzutage mit dem Rad erkundet werden da die alte Trasse nun als Radwanderweg Verwendung findet.

Zwar befinden sich keine historischen Fotografien dieser Tunnel in unserer Sammlung, doch konnten wir eine Überraschung entdecken: Eine nahezu identische Darstellung aus einer anderen Serie zeigt, dass bereits im 19. Jahrhundert Bildmotive mehrfach verwendet wurden. Der Kupferstich wurde also offenbar nicht nur für unser Erinnerungsalbum angefertigt, sondern fand, ganz im Sinne früher Bildverwertung, bei verschiedenen Gelegenheiten Verwendung.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24392-33)

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