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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Fokker 70 – Der Erste Jet Für Tyrolean Airways

Fokker 70 – der erste Jet für Tyrolean Airways

Wir dürfen auch im Nachgang des Vortrages von Manfred Helldoppler noch etwas in die leider vergangene Welt der Tyrolean Airways blicken. Herzlichen Dank dafür.

1994 hat die Austrian Airlines knapp 43% der Anteile von Tyrolean Airways übernommen. Im Zuge dessen wurde die Austrian Air Services in die Tyrolean integriert. Damit hat sich die Flotte der Tyrolean nahezu verdoppelt und das Streckennetz ist entsprechend gewachsen. Die Zeit war daher reif für größere Flugzeuge und vor allem für einen Jet. Zur Auswahl standen die BAe Avro RJ85 und die Fokker 70. Die Wahl fiel auf die F70; sie war leistungsstärker, schneller und wirtschaftlicher.

Leider musste Fokker bald danach Konkurs anmelden, aber die drei bestellten Flugzeuge wurden noch ausgeliefert. Tyrolean konnte am freien Markt weitere drei F70 erwerben. Die Ersatzteilbeschaffung wurde durch Fokker Services sichergestellt. Tyrolean war Launch Customer für die F70 und hat gemeinsam mit Fokker vor allem in der Passagierkabine einige Änderungen und Verbesserungen ausgearbeitet. So wurden die Sitze einige Zentimeter in den Mittelgang verschoben um den Passagieren am Fenster mehr Schulterfreiheit zu gewähren. Es wurden Recaro Sitze mit Lederbezügen definiert. Die Rückenlehne der Sitzreihe vor dem Notausgang am Flügel erhielt einen Mechanismus, dass die Rückenlehne während des Reisefluges verstellt werden konnte.

Installiert wurde auch eine Hot Galley für warme Mahlzeiten im vorderen Bereich und ein große Bordküche im hinteren Bereich für volles Return Catering. Und Tyrolean drängte Fokker dazu, das Flugzeug von Anfang an als 80 Sitzer und nicht als 79 Sitzer zuzulassen. Die erste Maschine wurde am 31. Mai 1995 ausgeliefert und nach Innsbruck überflogen. Die Fokker 70 war ein sehr zuverlässiges und bei den Passagieren beliebtes Flugzeug und konnte aufgrund Ihrer Leistungsfähigkeit auch auf schwierig anfliegbaren Flughäfen eingesetzt werden. Sie war u.a. mit ihrer Ausrüstung im Cockpit ihrer Zeit voraus und mit Autoland für Landungen bei geringen Sichtweiten ausgerüstet.

Manfred Helldoppler

Fotos: Fokker, Tyrolean Airways

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