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Tollkühne Piloten

Tollkühne Piloten

Ein Begriff, mit dem die Jüngeren heute wohl nicht mehr viel anfangen können: Seifenkistenrennen. Die Seifenkiste ist ein meist selbstgebautes Gefährt auf vier Rädern, das über keinen eigenen Antrieb verfügt, sondern seinen Vortrieb ausschließlich dadurch generiert, dass es bergabfährt. Und genau da beginnt das Problem. Diese Fahrzeuge sind selbstgebastelte Konstruktionen, die vor einem Rennen meist keinem ernsthaften Test unterzogen wurden. Da kann die erste Kurve bereits zu einer ernsthaften Herausforderung werden.

Als die ärgsten Schäden nach dem Zweiten Weltkrieg behoben waren, aber das Wirtschaftswunder noch in den Kinderschuhen steckte, fand in Innsbruck am 15. Oktober 1950 zum wiederholten Male ein solches Rennen statt. Dass es dafür schon ein bedrucktes Plakat gab, ist dem Veranstalter zu verdanken, dem Landesjugendreferat, das damals in der Innsbrucker Hofburg seinen Sitz hatte.

Das Rennen, an dem etwa 60 junge Fahrer teilnahmen, wurde aufgrund des schönen Wetters von mehreren tausend begeisterten Besuchern frequentiert. Die mutigen Piloten mussten eine Strecke auf der Höhenstraße bewältigen. Leider ist es nicht überliefert, über welchen Abschnitt das Rennen ging.

Neben dem ein oder anderen Unfall wurde auch ein Polizist niedergefahren und war in der Folge einige Zeit aufgrund einer Kopfverletzung bewusstlos.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: Pt-3019)

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