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Land Unter!

Land unter!

Nach einer Tauwetterperiode Ende Jänner 1923 brachen von der Nordkette mehrere riesige Lawinen los. Diese hatten eine solche Wucht, dass sie sich bis über den Schillerweg hinaus erstreckten. Auch die Masten des Mühlauer E-Werkes wurden umgeworfen und damit die Stromversorgung unterbrochen. Ende der 1880er Jahre gab es zuletzt eine Lawine, die bis in die Nähe des Dorfes Mühlau vorgestoßen war. Diese war angeblich so mächtig, dass sie beim Gasthaus Koreth noch 15 m dick gewesen sein soll. Natürlich sind solche Naturereignisse immer eine große Attraktion für die Innsbrucker Stadtbevölkerung, die daraufhin in Scharen zu dem Lawinenkegel zogen.

Ansonsten verliefen sich die Lawinen meist unterhalb der Arzler Alm.

Wenn man auf dieses Bild nur einen kurzen Blick wirft, dann meint man, dass dieser Lawinenkegel bis zur Mühlauer Pfarrkirche gereicht hat. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass der Dorfkern nicht betroffen war.

Heute sind Lawinen im bewohnten Stadtgebiet eine Seltenheit. Zahlreiche Schutzbauten verhindern dies weitgehend.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: So-1-166)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Ich würde vermuten, dass es es sich dabei um das Haus Josef Schrafflstraße 23 handelt.
    Das ergibt sich aus dem Schnitt der Fluchten zwischen Friedhofskapelle und Apsis Pfarrkirche Mühlau sowie der Flucht zwischen Schornstein Ziegelei Arzl und Südwesteck Pfarrkirche Mühlau.

  2. Ein aufregender Wohnort. Haben sie die Vorgeschichte bereits gekannt? Ich kannte sie quasi aus Erzählungen meines Vaters, der aber nicht mehr genau wusste, welche Häuser betroffen waren; man machte damals Ausflüge aus der Stadt zum Lawinenschauen. Außerdem musste es da noch ein weiteres ähnliches Ereignis gegeben haben, da mein Vater erst 1927 geboren wurde.

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