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Ein Winterliches Rätsel

Ein winterliches Rätsel

Auf den ersten Blick werden Sie sich vielleicht fragen, wo sich hier die Wintersportler und Sonnenanbeter tummeln, aber spätestens wenn Sie das zweite Foto dieses Beitrages gesehen haben, ist es völlig klar: wir sind auf der Seegrube. Der Aufnahmeort interessiert uns hier allerdings nur am Rande. Vielmehr sind wir an der Geschichte der mit Schindeln verkleideten, ziemlich großen Holzhütte interessiert, die sich einst nordwestlich der Bergstation befand. In der einschlägigen Literatur wird sie nicht erwähnt. Ihre Entstehung und ihr Zweck sind ebenso unklar, wie der Zeitpunkt des Abrisses. Es ist anzunehmen, dass dort auch Liegestühle eingelagert wurden, aber das wird ja nicht ihre einzige Funktion gewesen sein, oder? Wenn Sie mehr zur Geschichte dieser Hütte wissen, freuen wir uns jedenfalls über eine Nachricht.

Auf dieser frühen Farbaufnahme (um 1938/39) erkennt man das Dach und den Kamin der Hütte gut, die sich in etwa dort befand, wo heute die SkianfängerInnen ihr ersten Fahrversuche auf zwei Bretteln unternehmen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, NK-PH-PL-1-076 / Nachlass Kirsch – Bittner)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. auf diversen Postkarten finden sich immer wieder Hütten in verschiedenen Formen an dieser Stelle.
    Funktion habe ich noch nicht herausgefunden.

      1. G.T.
        Danke 🙂
        Ich hatte einmal einen Tageausflug: vom Wipptal auf der Römerstrasse, Patsch, Bis ins Halltal. Nur hatte ich ein schlechtes Wetter sonst „Unvergesslich“.
        Wie heist die ganze Gebirgskette?

        @r

  2. 1931 wurde vom Nobelpreisträger Viktor Franz Hess ( https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Franz_Hess ) diese Hütte auf der Seegrube, nach der hier gefragt wird, für ein paar Monate lang, zur Beobachtung und Erforschung der Weltraumstrahlung/Kosmischen Strahlung genutzt, für die er u.a. den Nobelpreis für Physik erhielt. Danach war es nur noch eine „Jausen-Hütte“, in der Gastronomie der Bergstation ging es eher bissl nobler zu.
    Auf Initiative von V. F. Hess hin, wurde dann 1931 für seine Forschungen am Hafelekar die Hütte errichtet (die in der Mitte mit dem großen Fenster https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Franz_Hess#/media/Datei:Hafelekar0016.JPG
    die antiken Apparaturen sind immer noch dort.
    Die „Jausen-Hütte“ musste immer wieder, repariert und neu aufgebaut werden, wegen der Lawinen die immer vom Hafelekar runter donnerten. Deshalb immer wieder verschiedenes Aussehen.
    Das hatte mir meine verstorbene Tante (Jahrgang 1925) als klein war schon erzählt und heute wurde mir das bestätigt von einem guten Freund (Jahrgang 1945), der die Funkhütte am Hafelekar (die linke von den 3) seit ewigen Zeiten betreut.

    1. Sehr geehrte Frau Köll,

      vielen Dank für die ausführliche Information zur „Jausenhütte“! Damit klären sich gleich einige Fragen für mich 🙂

      Beste Grüße,
      Matthias Egger

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