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Hinterhofszene V

Hinterhofszene V

Nach längerer Pause blicken wir heute wieder einmal in einen Innsbrucker Hinterhof. Direkt vor uns sehen wir ein hölzernes Garagentor. Links von der Einfahrt steht ein schon reichlich windschiefer Schupfen. Noch trotzt er Wind und Wetter, aber ob er den nächsten Winter mit seiner Schneelast auch überdauert?

Aber bevor wir uns groß Gedanken über die Zukunft dieses Schupfens machen, sollten wir lieber erst einmal klären, in welchen Hinterhof wir da eigentlich blicken. Und auch wenn es an offensichtlichen Orientierungspunkten fehlt, bin ich mir sicher, dass Sie dieses Rätsel knacken werden!

Viel Vergnügen!

Gratulation an die Herren Roilo, Hirsch und Auer, die auch dieses Rätsel geknackt haben 🙂

(StAI, Geschenk Steinlechner)

Dieser Beitrag hat 21 Kommentare
  1. Ich hab zuerst auf den Blick von der Jahnstraße zur Kapuzinergasse getippt? Aber da paßt nichts, obwohl das große Wohnhaus im Hintergrund genauso ausschaut wie dort.

    1. Trotzdem bin ich der Auffassung, dass dies stimmt: Blick von der Jahnstraße (links Nr. 35) zur Kapuzinergasse. Hinter diesen niederen Häusern verlief der Sillkanal. Die Häuser dahinter gehören zur langen, noch heute bestehenden Zeile der Vizenzihäuser Kapuzinergasse 19 bis 37

  2. Die Häuser Jahnstraße 35 und 37 hatten beide den gleichen Besitzer:
    bis 1910 Hackl Josef, Maschinenbauer
    1911 bis 1924 Hackl Josef, Maschinenbauer, Erben
    dann Haller Marie geb Zeilinger

    1. Ein Maschinenbauer Hackl Josef wohnte schon seit mindestens 1897 im linken Haus, damals noch Gärbergasse 23, 1904 dann Jahnstraße 35.
      1939 und 1940 lebt ein Maschinenbauer Hackl Josef in der Zeughausgasse 6.
      ( laut https://www.innsbruckerinnen.at/suche.php?name=Hackl+Josef&beruf=Maschinenbauer&strasse=&nummer=&jahr1=1897&jahr2=1976&limit=1000&was=name )

      Vielleicht Vater Josef Hack gestorben 1910 – Sohn (1911 „Erben“) auch Josef Hackl, gründet Betrieb in der Pradlerstraße 71a ???? Alles ist möglich.

      Siehe auch mein Hackl-Beitrag weiter unten! Allerdings habe ich hier die Wohnung Zeughausgasse 6 falsch aus dem Adressbuch 1938 übernommen.

  3. Ich muss ausgehend von diesem Foto ein wenig abschweifen. Als in den 1970-ern und 1980-ern in Dreiheiligen im Haus Jahnstraße 25 aufgewachsener Mensch (genau, als unterer Nachbar der von Monika und Georg Fabjan in ihrem neuen Buch über Dreiheiligen beschriebenen Wohnung der Lederbauers – ich hörte während meiner ganzen Kindheit die dort beschriebebene, einen Stock höher stehende Standuhr schlagen, ab 12 dann nicht mehr, da wurde ich zum Dauerkonsumenten von M-TV xD ) habe ich zwar die hier abgebildeten Gebäude nicht mehr erlebt, aber dafür das südseitig gegenüberliegende, also jenes südlich des Jahnparks, bevor dort ca. 1980 ein neuer Wohnblock entstand.
    Die Vorgängerbebauung dort wies einen sehr großen Innenhof auf, wie auch die heutige Bebauung. Während der Innenhof heute aber weitere Wohngebäude enthält, waren damals dort die Überreste eines Kleinindustrie- oder Gewerbebetriebes. Dieser Betrieb hatte eine Schmalspur-Rollbahn. Deren Gleise reichten, wenn ich mich recht erinnere in Form von Rillenschienen, durch eine Einfahrt bis zum Gehsteig der Zeughausgasse – ich denke es war entweder diese noch vorhandene Einfahrt (nicht die Tiefgarageneinfahrt, sondern der Bogen links davon: https://tinyurl.com/2p8k69bp ), oder sie befand sich in der alten Bebauung dort, wo jetzt die Tiefgarageneinfahrt ist.
    Im Innenhof verzweigten sich die Gleise, verliefen in Pflasterung und waren teils auch von Gras überwuchert. Da waren auch Ruinen der (niedrigen) Betriebsgebäude. Es war ein fantastischer Abenteuerspielplatz.
    Ich habe zwar ab und zu Leute aus der Gegend gefragt, es ist mir aber nicht gelungen, darüber, was das für ein Betrieb war und wie umfangreich diese Bahnanlagen waren, etwas herauszufinden. Auch im Internet ist nichts zu finden. Die historischen Luftbilder sind zu schlecht aufgelöst.
    Gibt es hier vielleicht jemanden, die/der darüber etwas weiß, oder findet sich im Archiv vielleicht sogar Bildmaterial dazu?

    1. Hallo Manni!
      Hast du schon probiert mittels innsbruckerinnen.at bei der Suche nach Betrieben und der entsprechenden Adresse in der Nachbarschaft zu suchen? (Jahnstraße, östliche Kapuzinergasse etc.)
      Lg Markus

    2. Herr Schneiderbauer wie klein die Welt ist. Da Sie im Haus Jahnstraße 25 wohnten, können Sie sich an den Trainingsraum des
      Herrn EISANK erinnern. Der Trainingsraum war im Keller etabliert und dort habe ich einige Zeit trainiert. Zu dieser Zeit war
      Walter EISANK der Masseur von Wacker Innsbruck, weshalb auch einige Wackerspieler wie Oberacher, Welzl, Kries und weitere
      ihre „Muckis“ dort gestählt hatten.

      1. Hallo Herr Pritzi!
        Nein, leider, der Name sagt mir nichts. Das erste, woran ich mich erinnere, ist eine Ballettschule, betrieben von Frau Katharina Rizzi, aus der dann das Theater an der Sill wurde. Ich werde aber meine Mutter fragen, sie kann sicher etwas dazu sagen, was dort vorher war.

  4. Ungefragt dem Tipp von Herrn Markus A. folgend hätte ich unter dieser Adresse einen Maschinenschlosser namens Josef Hackl gefunden. Die am rechten Haus ersichtlichen Spuren einer ehemaligen Aufschrift lassen sich durch mutwilliges Tratzen mit dem Bildbearbeitungsprogram bei einiger Fantasie als J HACKL interpretieren.

    Nachtrag: Wie schon Herr Schneiderbauer erwähnt, sind die Luftbilder dieser Gegend sehr schlecht, ich sehe die Häuser bis jetzt nur so in Gottes Namen.

    1. Im Adressbuch 1938 hatte ich schon gestern bei den Gewerbeeinträgen einen Maschinenbau Josef Hackl mit Wohnort Zeughausgasse 9 und Werkstätte Pradlerstraße 71a gefunden. Ob es da irgendeine Verbindung mit der Jahnstraße 35 bzw. 37 gibt? Ich habe es bisher nicht weiterverfolgt!

      Möglicherweise sahen wir aber diese Werkstätte in der Pradlerstraße 71a schon in einem anderen Beitrag und zwar in https://innsbruck-erinnert.at/ein-staubiger-nachbar/ ?? Vorne, auf 69 könnte wohl Candolini gewesen sein, das Gebäude dahinter, der eigentliche „staubige Nachbar“, vielleicht schon 71a?

    2. Nachtrag: Eigentlich wollte ich diesen Kommentar weiter oben bei Herrn Auer machen, der ja herausgefunden hat, dass der Besitzer der Häuser Jahnstraße 35 und 37 bis 1924 der Maschinenbauer Josef Hackl war.

      Übrigens: Die Firma Josef Hackl in der Pradlerstraße 71a konnte ich im Adressbuch 1940 nicht mehr finden!

      1. Wir glauben ja inzwischen gegenseitig unseren Beteuerungen: Den Artikel von Herrn Auer hab ich wieder einmal nicht online gehabt. Vermutlich auch Herr Schneiderbauer nicht. Aber das Phänomen der Geisterbeiträge kennen wir ja.

  5. Wie lang sind diese Häuser gestanden? Ab 1969 besuchte ich die Volksschule Dreiheiligen und mein Heimweg war sehr variantenreich. Ich hatte beim ersten Blick auf das Foto Erinnerungen. Zudem ein Farbfoto – also wohl nicht sooo alt. Finde ich irgendwo Angaben über Neubauten der nicht sehr alten Vergangenheit?

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