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Ein Rüstwagen Für Die I. Kompanie

Ein Rüstwagen für die I. Kompanie

Die Motorisierung der Innsbrucker Feuerwehr machten in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren große Fortschritte, wobei für diese Entwicklung die Eigeninitiative der einzelnen Kompanien von zentraler Bedeutung war. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Geschichte des Rüstwagens, den wir auf unserem Titelfoto sehen.

Im Jahr 1926 bestand der Fuhrpark der I. Kompanie der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck aus der Autospritze (angekauft vom Stadtmagistrat 1923), einer „pferdebespannten Magirusleiter und verschiedenen handgezogenen Geräten […].“ Mit Blick auf die Zahl der aktiven Mitglieder – die I. Kompanie zählte deren über 60 – war ein motorisiertes Fahrzeug allein nicht ausreichend, um mit den An- und Herausforderungen der Zeit mithalten zu können.

Daher bemühte sich das Kommando der I. Kompanie (Kdt. Julius Pitscheider und Kdt.-Stv. Emil Kirchberger) in Eigenregie um die Modernisierung des Fuhrparks. Sie sammelten Spenden unter der Mannschaft und legten Briefverschlußmarken für den Verkauf auf, um die 12.200 Schilling (rund 45.000 Euro) für den Ankauf eines Rüstwagens aufzubringen.

Die Wahl fiel auf ein Fabrikat der Fa. Froß-Büssing (Nr. 546, Motor 351) mit einer Karosserie aus Eschenholz, einem Leitergestell, zwei Schlauchhaspeln aus Eisen, einer Batterie und einem Brandstellen-Scheinwerfer mit Stativ sowie Lederpolsterung. Zusätzlich beschaffte die I. Kompanie für das Fahrzeug eine zweiteilige Ausziehleiter um 92 Schilling (rund 350 Euro) und einen Satz Autowerkzeuge um 200 Schilling (rund 750 Euro). Das Fahrzeug erhielt das Kennzeichen E 522 und konnte 1927 in Dienst gestellt werden. Im Verlauf der folgenden fünf Jahre konnte die I. Kompanie zwei weitere Fahrzeuge anschaffen, ohne hierfür Subventionen von Stadt und Land zu beanspruchen.

Der Rüstwagen der I. Kompanie. Gut zu erkennen sind die Schlauchhaspeln und die Ausziehleiter. Aufnahme um 1930/31.

Um 1932/33 bot die I. Kompanie ihren Froß-Büssing-Rüstwagen der Stadt zum Kauf an. Mit den 6.000 Schilling, die sich das Kommando für den Wagen vorstellte, wollte man u.a. „den Ankauf einer tragbaren Motorspritze“ für den am 14. Mai 1932 in Dienst gestellten Fernlöschzug finanziern. Ob das Geschäft zustande kam, konnte bislang nicht geklärt werden. Jedenfalls konnte die I. Kompanie aber 1933 eine Motorspritze übernehmen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)

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