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Die Geschichte Des „Ziegelstadl“ III: Fernblick

Die Geschichte des „Ziegelstadl“ III: Fernblick

Heute gibt’s weniger „Geschichte“ als einen (eigentlich zwei) schöne(n) Fernblick(e) auf den Ziegelstadl. Das Titelbild stammt aus der Zwischenkriegszeit. Die Ausflügler haben sich in der Nähe vom Rauschbrunnen am Waldboden niedergelassen und genießen den Ausblick auf das damals noch beinahe unverbaute westliche Innsbruck. Die beiden Brennöfen und das Hauptgebäude der Ziegelei Norer sind weithin zu sehen. Im Vordergrund sehen wir wieder die schnurgerade Kranebitter Allee, das Pulverturmareal und etwas oberhalb der Ziegelei blitzt, wenn man ganz genau hinsieht, der Eichhof hervor.

Foto Nr. 2 aus dem Jahr 1965 zeigt uns, wie schnell sich die Stadt im Westen in diesen 30-40 Jahren eigentlich ausgedehnt hat. Zu sehen ist unter anderem die Heiligjahrsiedlung, die im Jahr 1950/51 erbaut wurde. Auch Firmengebäude entstehen: beim Gebäude am linken Bildrand ist der Schriftzug „Karl Pichl OHG“ zu erkennen. Schnell im Adressbuch nachgesehen erfährt man, dass Karl Pichl Graveur war und vor allem Abzeichen herstellte. Das eigentliche Geschäft war auf der Adresse Maria-Theresien-Straße 20 zu finden.

Und der Ziegelstadl? Der befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade in Umgestaltung zur Justizanstalt. Ab dem Jahr 1960 wurde das Gelände der ehemaligen Norer’schen Ziegelei adaptiert, 1967 konnten schließlich die ersten Insassen einziehen. Doch dazu mehr im nächsten Beitrag…

(Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-K-1293, Gottfried Newesely).

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Die Pichl Medaillen GmbH gibt es natürlich noch immer – nur sind sie nach Inzing ausgewandert!

    Wenn man Pokale, Vereinsabzeichen und dergleichen benötigte, ging man immer schon zum Pichl!

  2. Das Photo Nr. 2 ist wieder einmal eine Jugenderinnerung. Auch wenn schon viel gebaut worden ist,es gab noch viel Freifläche. Die ersten der E+2 Garconnierenhäuser, alle nach gleichem Bauplan stehen schon beim Mitterweg, beispielgebend für den Bauboom der 70er.
    Umgekehrt gibt es immer noch die Allee vom Schloß Mentlberg hinunter zur Bundesstraße, wenn auch recht verwahrlost (sie führt ja auch nur ins fußgängerfeindliche Verkehrsgewurl), die vier Tankstellen am Fuß dieser Allee – je 2, Mobil und Shell, pro Fahrtrichtung – scheinen aber noch nicht gebaut zu sein. Sie waren kaum 20 Jahre in Betrieb, bald floß der Reiseverkehr auf der Autobahn vorbei, und die Pendler wollten auch nicht auf freier Strecke stehen bleiben, womit das große Geschäft vorbei war.

  3. Die Tankstellen könnten aber auch zu weit östlich für die Aufnahme sein, existiert haben dürften sie schon, damals war die Straße von Mentlberg Richtung Mittelgebirge und Völs ja schon Teil der „Rechtsufrigen Bundesstraße zwischen Innsbruck und Zirl“, eröffnet im Jänner 1964. Übrigens ein interessantes Stück Straßenbaugeschichte, über das nur wenig bekannt ist und von dem offensichtlich kaum Fotos existieren (?). Die Autobahn von Innsbruck-West bis Zirl-Ost kam im Oktober 1975 und ersetzte dann zwischen Kranebitten und Kematen die „Rechtsufrige“.

    1. Nein, man sieht genau hin, die Allee vom Schloß zielt exakt auf die Stelle. Aber das Foto ist nicht scharf genug. Waren ja auch keine großen Bauten, zwei Häuschen und jeweils ein Flugdach. Heute ist dort auf der Südseite das Tierheim.
      Aber ich wette, das Stadtarchiv hat auch von diesen Gebäuden irgendwo ein Foto.

    2. Wie Karl Hirsch schon erwähnt hat waren die Tankstellen im Bereich der letzten Alleebäume.
      Wenn mans weiß kann man auch heute noch neben der Fahrbahn der Völser Straße Reste der Ein- und Ausfahrten erkennen, von den beiden nördlichen Tankstellen kann an den Anschüttungen sogar noch das Ausmaß der ehemaligen Anlagen abgeschätzt werden.

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