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Airport-Hotel

Airport-Hotel

Der Flughafen lnnsbruck ist bis heute das, was man einen Regionalflughafen nennt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er ab 1947 unter der französischen Besatzung von der Reichenau in den Westen der Stadt verlegt.

Anfangs war der Flughafen nur vom Norden her zugänglich. Auch die erforderlichen Einrichtungen wie etwa ein Tower – wenn auch nur aus Holz – wurden sie an dieser Seite der Landebahn errichtet. Wie es sich für einen Flughafen von Weltruf gehört, gab es auch ein Flughafen-Hotel. Dieses Hotel ist uns heute deswegen kaum mehr in Erinnerung, weil es nur von den frühen 1950-er Jahren bis zur Verlegung der Anlagen auf die Südseite der Landebahn ab 1961 Bestand hatte. Dabei war es ein stattliches Gebäude, wenn es auch architektonisch den Stil der NS-Zeit atmet.

Durch die kurze „Lebensdauer“ ist das Flughafenhotel eine Art Zeitkapsel der 1950-er Jahre und wie Tirol sich damals seinen Gästen präsentieren wollte.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Signatur: Ph-14150 und Ph-33.510)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Ich bin mir absolut sicher, noch Anfang der 80er auf der Terasse gesessen zu sein während beim Mittagessen in der Märzsonne die dänische Maersk mit ihrer Boeing in 100 Meter Entfernung vorbeirauschte. Diese Nähe zur Startbahn sei auch die Schuld am Abtragen des Gebäudes gewesen, obwohl die heute noch bestehenden Bauwerke auch nicht viel weiter weg sind.
    Das Hotel selbst war allerdings schön länger zu. Der Flugverkehr war in den 70er Jahren so gut wie nicht vorhanden, Gäste hätten sich außerdem an einer belebten Straße weit ab vom Stadtgeschehen einquartiert.
    Wie andere Fotos vom Inneren zeigen, waren die Zimmer auch nicht mehr Standard der Zeit. Ohne Dusche und WC mit Waschbecken neben dem Bett wäre große Investitionen nötig gewesen.
    Von der anderen Seite aufgenommen hat der Bau den Nazistil (hm?) abgestreift, es war eher so eine Art Riesentirolerhaus. Allerdings scheinen die Franzosen beim Bau des Aerogare an schon weit gediehene Pläne aus dem Jahr 38 Anleihe genommen zu haben, nur die Startbahn war neu.Die Hangars hat man bekanntlich aus der Reichenau herübergeplündert. Vielleicht hat es tatsächlich noch in die Unzeit zurückreichende Pläne fürs Hotel gegeben.
    Interessant war das kurze Zeit später hinzugekommene Gebäude für die Flughafenmannschaft und die Verwaltung, welches sich westlich der Hangars anschloß und in einem sehr altmodischen Stil erbaut war. In der Zeit, wo ich noch keine Luftbilder zur Verfügung hatte, glaubte ich, daß da ein bestehendes Gebäude der Jahrhundertwende genutzt worden ist. Eine kurze Zeit diente es in den 70ern als Büro der BH für die §57 Überprüfungen (Pickerl) die ohne Hebebühne in kniender Haltung des Prüfbeamten vorgenommen worden sind. Man hoffte, daß er Kreuzweh hatte und die Prüfung eine Formalität war. Vielleicht weiß jemand mehr zu diesem Haus. Sicher sogar.

    1. Danke für den Link. Die Gegend war damals noch ein Idyll.

      Heute noch bestehend sind Teile des Tores sowie der einsame Gedenkstein im kleinen Park, der an den Tiroler Fliegerpionier Raoul Stoisavljevic erinnert.

      Lange Zeit gab es auch noch nach dem Abriss des Hotels einen Tennisplatz (schon wieder 😉 ), einstmals für das mondäne Flughafenpublikum.

  2. Danke für den Link. Die Gegend war damals noch ein Idyll.

    Heute noch bestehend sind Teile des Tores sowie der einsame Gedenkstein im kleinen Park, der an den Tiroler Fliegerpionier Raoul Stoisavljevic erinnert.

    Lange Zeit gab es auch noch nach dem Abriss des Hotels einen Tennisplatz (schon wieder 😉 ), einstmals für das mondäne Flughafenpublikum.

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