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Zum Schutz Der Flauschigen Innsbrucker

Zum Schutz der flauschigen Innsbrucker

Das Wohl der Tiere ist der Tiroler Bevölkerung ein besonderes Anliegen und das schon seit rund 140 Jahren. Im Jahre 1881 wurde der Tiroler Tierschutzverein gegründet, die Innsbrucker Nachrichten vom 12.Juli 1881 ließen damals verkünden, dass die Kronprinzessin und Erzherzogin Stephanie (1864-1945, Ehefrau von Kronprinz Rudolf) das Protektorat über den Tierschutzverein von Tirol und Vorarlberg übernehmen würde. Zu den Tätigkeiten des Tierschutzvereins zählten das Abhalten von Generalversammlungen, der Kampf gegen Tierquälerei und der Schutz bestimmter Tierarten, wie aus zahlreichen Zeitungsberichten der 20er und 30er Jahre hervorgeht. Dabei legten sie ihren Fokus vor allem auf die heimischen Vögel. Der Verein selbst hatte seine Räumlichkeiten im Haus Nr.20 am Innrain (Stand 1899), in diesem Jahr fungierte Gräfin Ita von Thun-Hohenstein als Präsidentin. Einige Jahre später übernahm der k.k. Professor Albert von Moné (1850-1923) dieses Amt. Später im Jahr 1930 befand sich der Tierschutzverein in der Colingasse 4. Wie oft der Verein tatsächlich seinen Standort gewechselt hat, konnte ich leider nicht genau herausfinden. 1938 wurden alle österreichischen Tierschutzvereine umgestaltet und in den Reichstierschutzbund, der seinen Sitz in Frankfurt am Main hatte, eingegliedert.

Heute befindet sich der Tierschutzverein sowie das Tierheim Mentlberg, das wir auf unserem Foto sehen, in der Völser Straße 55. Aufgenommen wurde es im Jahr 1968 und ich würde sagen, dass man auf diesem Bild den Urzustand des Hauses ziemlich gut erkennen kann. Man sieht unter anderem auch das Sgraffito von Emmerich Kerle (1916-2010) an der Hauswand. Es zeigt den Hl. Franziskus, der von Tieren aller Art umgeben ist. Aufgrund baulicher Veränderungen sieht man das Kunstwerk heute nicht mehr. Man kann nicht eindeutig sagen, wann das Gebäude gebaut wurde. Aus einem Adressbuch aus dem Jahre 1957 geht hervor, dass sich an dieser Adresse ein Bauplatz befand, 1964 war dort bereits das Tierheim sowie der Tierschutzverein verzeichnet, demnach muss das Gebäude irgendwann dazwischen gebaut worden sein. Mittlerweile ist zu diesem einzelnen Haus ein großflächiges Areal hinzugekommen, dass Hunde-, Katzen- und Nagerherzen höherschlagen lässt. Jedes Jahr werden vor Ort rund 3500 Tiere versorgt.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-2085)

(Verena Kaiser)

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