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„Well Known Throughout The World“

„Well known throughout the world“

Im Feber 1947 rührte die von der in Kärnten stationierten 38. (Irischen) Brigade der britischen Armee herausgegebene Zeitschrift „The Carinthian“ eifrig die Werbetrommel für Innsbruck. Auf zwei Seiten wurden Geschichte, Bedeutung und Sehenswürdigkeiten der Tiroler Landeshauptstadt vorgestellt und so den Soldaten und Offizieren ein Besuch bei uns schmackhaft gemacht: „A visit for a few days would be amply rewarded …“, so die Redaktion. Aber lesen Sie selbst:

Neben solchen und anderen Tipps für die Freizeit- bzw. Urlaubsgestaltung erschienen im „Carithian“ u.a. auch Beiträge zum politischen Zeitgeschehen („The Official Austrian Reply to the Jugoslav Claims on Southern Carinthia“), zur Wirtschaft („An Introduction to the British Catering Industry“) und Hochzeitsanzeigen. Auch gab es eine eigene Rubrik „How Would You Say it in German?“ In der vorliegenden Ausgabe ging es ums Skifahren und so erfuhren die Leser u.a. wie man „I would like to go skiing“ bzw. „I don’t like skiing“ auf Deutsch sagt. Und schließlich durften auch ein Kreuzworträtsel und ein Quiz nicht fehlen. Bei letzterem wurde u.a. gefragt:

  • Who was Anne Hathaway?
  • What does the name Punjab mean?
  • For what is the state of Monaco world famous?
  • Who was our youngest Prime Minister?

(StAI, B-12246)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Der Schriftzug „Innsbruck“ am unteren Bildrand ist eine genaue Kopie des Schriftzugs „Innsbrucker Nachrichten“ vom Titelblatt der gleichnamigen Zeitung.

  2. Interessant, dass eine irische Brigade, die in Kärnten stationiert ist, in einer britischen Zeitschrift Reklame für Innsbruck macht! Mit allem was dazu gehört, vom Goldenen Dachl zur Innbrücke, von Stadtturm und Altstadt-Plan bis zu den Tiroler Schützen. Dabei wird relativ detailliert über Geschichte, Kultur, Architektur etc. berichtet und ein paar Tage Innsbruck-Besuch geradezu empfohlen. Ein kleiner Fehler hat sich allerdings eingeschlichen. Der älteste Teil der Stadt wird zwar richtig am linken Innufer verortet, jedoch als „Altstadt“ bezeichnet. Bei so viel gratis Werbung und Begeisterung für Innsbruck kann man aber ganz bestimmt ein Auge zudrücken 😉
    Für mich neu ist die Geschichte vom „Crazy Thursday“ und der Hinweis auf den Hammer als eine Art Insignie des mittelalterlichen Bürgermeisters.

  3. Dieser Hammer hat mich weiter beschäftigt, auch weil mir keine entsprechenden Abbildungen/Darstellungen in Erinnerung waren. Auf Seite 58 von „Innsbruck informiert“ (Nr. 4/2012 oder Nr. 2/2012 – beide Angaben sind in der Kopfzeile zu finden), bin ich fündig geworden und habe mich einmal mehr über die Möglichkeit der Online-Recherche gefreut.

    Es war wohl so, dass ursprünglich der Stadtrichter das Amt des Bürgermeisters inne hatte und somit das Stadt-Oberhaupt war. Bei einem Richter macht der Hammer dann natürlich Sinn. Erst mit der Einführung des Bürgermeisteramtes, wie wir es heute kennen, wurde der Rathausschlüssel (in Innsbruck später auch noch die Goldkette) zum Symbol für dieses Amt.

    Ein interessanter Artikel über historische Bürgermeisterwahlen, mit für mich vielen neuen Informationen, wie z. B. „Der Bürgermeister übte sein Amt im Mittelalter wie auch in der Neuzeit ehrenamtlich für ein Jahr aus, er bekam nur eine jährliche Entschädigung in Form von Bargeld, dazu das Sitzgeld, ebenfalls in bar ausbezahlt, und zusätzlich erhielt er Holz, Salz und Zitronen.“ https://www.ibkinfo.at/img/magazines/1331439079.pdf

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