skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Wasserkraft Vor 100 Jahren

Wasserkraft vor 100 Jahren

Am 29.12.1921 erschien in den Innsbrucker Nachrichten ein Bericht über den desolaten Zustand der Tiroler Elektrizitätswerke. Vor dem Krieg schritt die Elektrifizierung Tirols voran und man hatte große Hoffnungen für den weiteren Ausbau der Stromversorgung in der nahen Zukunft.

Der Krieg und die wirtschaftlichen Katastrophen der Nachkriegszeit bereiteten diesen optimistischen Visionen jedoch ein jähes Ende. In Tirol hatten die Kraftwerke insbesondere mit dem Problem zu kämpfen, dass die Tarife noch beinahe auf dem Niveau der Vorkriegszeit festgesetzt waren. Damals hatte eine Kilowattstunde in etwa einen durchschnittlichen Arbeiter-Stundenlohn gekostet, nun lag das Verhältnis nicht zuletzt aufgrund der Inflation bei ca. 1:10. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern waren erheblich, in Wien kostete die Kilowattstunde beinahe das zehnfache wie in Tirol (in Tirol 10-20 Kronen, in Wien 100-120 Kronen).

Im Zuge der Versuche, die Stromproduktion und Versorgung voranzutreiben, wurde schließlich die TIWAG gegründet, am 12. Juni 1924 fand die gründende Generalversammlung statt. Sie wurde, wie im obigen Bild zu sehen, mit einem Anfangskapital von 30 Milliarden Kronen ausgestattet, die Aktien zu je 10.000 Kronen angesetzt (wobei die Krone bereits soweit entwertet war, dass bereits Ende des Jahres das Gesetz zur Einführung des Schillings verabschiedet wurde). Die Aktien waren laut zahlreichen Zeitungsberichten sehr gefragt, auch von Investoren aus den Vereinigten Staaten.

Der damalige Innsbrucker Bürgermeister Dr. Anton Eder wurde Präsident des Verwaltungsrates, Ing. Erich Heller zum ersten Direktor. Die erste große Aufgabe des Unternehmens wurde der Bau des Achensee-Kraftwerks.

(Signatur Pt-724)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back To Top
×Close search
Suche