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Was Will Uns Der Fotograf Sagen? – IV

Was will uns der Fotograf sagen? – IV

Für diese Aufnahme grabe ich gerne diese kleine Serie wieder einmal aus. Man könnte das Foto vielleicht „Auch Rücken können entzücken“ nennen. Wie auch immer.

Und schon ergeben sich die ersten Fragen: Ist das noch die Leopoldstraße oder doch schon Brennerstraße? Es ist noch der Poldl. Die neue Gesangs-Tankstelle hat nämlich Nummer 67. Aber die Brücke selbst ist namenlos geblieben. Würde man einen Menschen oder ein Ereignis auch ehren, wenn man diesen Übergang danach benennt? Es ist wohl besser, wenn es hier keinen Namen gibt.

Optisch hat sich hier im Umfeld eigentlich nicht verändert. Die Streckenführung der Eisenbahn zeigt, dass weiter westlich die Konzert-Brücke schon besteht. Die beiden Eisenbahnlinien sind – vielleicht – für Personen- bzw. Frachtverkehr. Die Wissenden mögen mich korrigieren. Natürlich noch mit Holzschwellen. War das nicht Eiche in irgendein ziemlich giftiges Zeug getunkt? In meiner Jugend – also vor sehr langer Zeit – hatten die Eisenbahner unbeschränkt Zugriff auf die ausgetauschten Schwellen. Damit wurde geheizt, gebaut, gehandelt und wohl auch so manche Gesundheit ruiniert.

Aber zurück zu unserem Foto. Zum Frauenanger fällt mir nicht viel ein. Aber zu den Rücken der…. Wie heißen die eigentlich? Eisenbahnverkehrslichtanlagen? Verkehrsstromkontrolleinrichtungen? Oder ganz ordinär Ampeln? Und warum haben die mehr als rot – gelb – grün?

Ein lieber Freund, der Fischler Klaus, wird mir für mein Unwissen die Freundschaft kündigen und mich auch offiziell zum Deppen erklären. Damit ist wieder ein Geheimnis gelüftet.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Kr/DIA-735)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Jaaa, irgendwo klingeln bei mir die Buchstaben S – wie Siegfried, E – wie Emil, M – wie Martin, A – wie Anton, P – wie Peter, H – wie Heinrich, O – wie Otto und R – wie Rudolf im Gedächtnis herum – also SEMAPHOR –
    ber ich muß leider gestehen, daß ich – obwohl mein Vater (1910 – 1951) ja bei der Bahn war – nicht genau weiß, ob dieses Gestänge mit den verschiedenfarbenen Ampeln so heißt.
    Und wie hieß eigentlich jene Signalstange, deren Arm schräg aufwärts gerichtet „FREIE FAHRT“ bedeutet(e), während – quer gestellt – der Befehl lautete „HALT! – KEINEN METER WEITER!“.
    Selber Schuld! Warum bin ich auch nicht der ersehnte Bub geworden!

  2. Semaphore sind alles Signalgeber, -träger etc. Auch schon die ganz alten mechanischen mit Flaggen und Weidekörben. Eine der wenigen Gelegenheiten, das Altgriechisch des Auergymnasiums sinnvoll einzusetzen. To sema, sematos…gottseidank hab ich das gelernt, somit kann ich sogar „des Signals“ radebrechen.

    Ich bin jetzt kein Eisenbahnfan, als Passagier vielleicht, aber die geheimnisvolle Deutung roter Signale, bei denen man trotzdem durchfahren darf (es kracht wenigstens nicht) bewundere ich. Grad diese „Vorsignale“ haben mich immer fasziniert, die dem Führer des hundert Tonnen schweren kaum zum Stehen zu bringenden Zuges sagen, ob er langsam ans Bremsen denken soll. Früher waren das orangerote Tafeln mit weißem Rand (ich schreib alles ohne Google, Vorsicht!), die bei zu erwartender freier Fahrt horizontal geklappt wurden. Wahrscheinlich vom Stellwerk weg mit einer Ritschratsch-Bimm-Schepperpolka bis zum Blech begleitet.
    Soviel ich weiß (ich schreib alles ohne Google, Vorsicht!), gibt es als zusätzliche Signale geschwindigkeitsmindernde Anzeigen, wenn der Lokführer langsamer fährt, kommt er beim Hauptsignal bei Grün an. Das spart Energie.

    Zum Foto: Das alte Haus hinter dem Orlexweg 8 (das ist jetzt gegoogelt, möglicherweise also falsch) ist vermutlich jenes, welches ich lange Zeit irrtümlich für das verinselte Stiegele Gasthaus gehalten habe.

    Und irgendwo dort hinten sind bei Ebbe, d.h. im Winter, wenn die Blätter und Gräser weg sind, immer noch altrömische Reste des Kastells zu sehen. Direkt gegenüber der Einmündung der Neurauthgasse, jenseits der Geleise.

    Was will der Fotograf uns sagen, lautet die eigentliche Frage. Vielleicht – mit Gilbert Bécaud – so viele Süge gähn, wer waiß wo Inn?

    Und das für Schweller – gegoogelt – immer noch erlaubte Holzschutzmittel heißt Carbolineum. Die hölzerne Hauswand war damit getränkt und stank jahrzehntelang.

  3. Die Bezeichnung Semaphor war meines Wissens hauptsächlich in der Schweiz gebräuchlich.

    In Österreich wurde diese als Signale bezeichnet, meist auch noch mit dem Zusatz für deren Verwendung
    zb. Einfahrt- oder Ausfahrt- für den Regelung im Bahnhofsbereich,
    auf Strecken gibt´s auch noch Haupt- und Vorsignale, das Vorsignal zeigt die Stellung des Haupt- an
    zb. Halt erwarten, damit der Lok- bzw. Triebfahrzeugführer die Geschwindigkeit verringern muß, damit er beim Haupt- oder Blocksignal stehen bleiben kann.

    Am Mast rechts müßte oben ein Hauptsignal ( einreihig ) darunter zweireihig ein Vorsignal sein
    links könnte ein Verschubsignal sein, da hier der Übergang vom Haupt- zum Westbahnhof zu sehen ist.
    Genaueres ist nur mit Sicht auf die Signale und die entsprechenden Farben zu sehen.
    Zu k.u.k. Zeiten waren es Formsignale mit unterschiedlichen Formen und Farben,

    Weiters gibt´s noch Verschub- im Bahnhofsbereich
    im Eisenbahnverkehr vielmehr Möglichkeiten und Vorschriften als im Straßenverkehr
    da hat man´s als Autofahrer viel einfacher bei den Ampeln mit nur drei Farben, in der Regel übereinander, ausnahmsweise auch nebeneinander möglich.

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