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Unterwegs Mit Pfarrer Göhlert XXVIII

Unterwegs mit Pfarrer Göhlert XXVIII

Nach dem Baustellenfoto von letzter Woche kehren wir mit diesem Bild zu den vertrauten Sujets zurück. Wir befinden uns im Saggen, genauer gesagt vor dem Haus Kaiser-Franz-Joseph-Straße 5. Dass Hochwürden ausgerecht hier eine Aufnahme schoss, war sicherlich kein Zufall. Seine Mutter Frieda war um 1945 unter dieser Adresse gemeldet und wir dürfen annhemen, dass es sich beiden abgebildeten Personen um Verwandte oder Bekannte der Familie handelt.

Natürlich durfte in den Nachkriegsjahren auch die Familienkutsche mit auf’s Bild. Uns so können auch wir uns am Anblick dieses Mercedes Typ 170 V erfreuen. Mit einer kriegsbedingten Unterbrechung wurde er von 1936 bis 1953 produziert. Es gab ihn in nicht weniger als elf verschiedenen Ausführungen:

Limousine (2 Türen
Limousine (4 Türen)
Cabrio-Limousine (4 Türen)
Tourenwagen (2 Türen, bis 1937)
Tourenwagen (4 Türen, ab 1938)
Cabriolet B
Roadster (2+2 Sitze)
Cabriolet A (ab Ende 1935)
Polizei-Kübelsitzer (ab 1937)
Liefer- und Pritschenwagen (1937–1942, 1946–1953)
Holzgasgenerator (1939 – 1943)

Ob es sich bei „unserem“ 170 V um ein Vor- oder Nachkriegsfabrikat handelt, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen. Aber so wie der Benz auf dieser Aufnahme glänzt, spricht einiges dafür, dass er erst kurz zuvor vom Band gelaufen war. Ab 1947 war die Limousine mit 4 Türen wieder zu haben …

(StAI, Sammlung Kreutz-Göhlert)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Laut den historischen Adressbüchern hat Pfarrer Göhlert im Jahr 1947 selbst in der Kaiser-Franz-Josef-Str. 5 gewohnt. Im Adressbuch steht er als Fritz Göhlert. An derselben Adresse findet sich in der Tat auch seine Mutter Friederika Göhlert.
    Seine Pfarrhaushälterin später auf der Hungerburg war Elfriede Göhlert, wohl seine Schwester.

  2. Pfarrer Göhlert war der Sohn von Bernhard Göhlert und Friederike geb. van Aken von Quesar. Sein Onkel Hugo Göhlert war mit seiner Tante Gabriele van Aken von Quesar verheiratet. Zwei Brüder heiraten also zwei Schwestern.

    Friederike Göhlert starb am 7. September 1949 in Innsbruck mit 85 Jahren. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist sie als die Seniorin auf dem Foto zu sehen.

  3. Die am Hauseingang an der Mauer sichtbaren Zeichen würde ich als sogenannte Zinken deuten. Diese wurden von Hausierern und auch
    von Kriminellen angebracht, um Nachkommenden zu signalisieren, wo man etwas bekommen könnte, aber auch wo sich ein Einbruch
    lohnt. Das Zeichen links steht vermutlich für Erdgeschoß und rechts könnte auf einen Geistlichen hindeuten, was ja in diesem Fall
    zutrifft.
    In letzter Zeit tauchen diese sogenannten Zinken wieder vermehrt auf, allerdings so klein und da die Bedeutung den Meisten nicht mehr
    bekannt sind werden sie oft gar nicht wahrgenommen.

    1. Guten Abend Herr Pritzi,

      das ist äußerst interessant! Den Luftschutzpfeil habe ich erkannt, aber mit den Zeichen konnte ich nichts anfangen …

      Beste Grüße,
      Matthias Egger

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