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Mit Vereinten Kräften (II.)

Mit vereinten Kräften (II.)

Bevor Sie fragen; nein, wir haben nicht einfach das Bild von letzter Woche gespiegelt und nochmal gepostet – diesmal geht es um das Schwesterschiff der Viribus Unitis, die SMS Tegetthoff (eigentlich der Tegetthoff, wie er/sie in den Zeitungen bezeichnet wurde).

Normalerweise ist es Brauch, die Schiffsklasse nach ihrem ersten Vertreter zu benennen, in diesem Fall aber war das erste vom Stapel gelaufene der Tegetthoff-Klasse die Viribus Unitis, die Tegetthoff lief neun Monate später in Triest vom Stapel. Erzherzog Franz Ferdinand war bei der Taufe des neuen Dreadnoughts anwesend, wofür sich der Kaiser in einem offenen Telegramm bedankte, und seine Freude über sein (SMS = Seiner Majestät Schiff) neues Schiff bekundete. Getauft wurde das Schiff jedoch nicht von ihm selbst, sondern von der Erzherzogin Blanca, der Ehefrau von Leopold Salvator von Österreich-Toskana.

Abbildung im Allgemeinen Tiroler Anzeiger vom 27. März 1912

Während der Konstruktion wurde das Schiff schlicht „Schlachtschiff V“ genannt, erst am Anfang des Jahres entschied sich der Kaiser für den Namen Tegetthoff, den bereits zwei Schiffe der k.u.k. Marine zuvor getrafen hatten. Wie ihr Schwesterschiff hatte sie eine Verdrängung von knapp über 20.000 Tonnen und eine Länge von 150 Metern. Laut den Angaben des Tiroler Anzeigers waren zur Zeit des Stapellaufs 350.000 Tagesschichten (!) in den Bau investiert worden, dabei war aber damit erst rund die Hälfte des gesamten notwendigen Arbeitsaufwands gegeben – für den beachtlichen Aufwand war auch ihre Rolle während des Ersten Weltkrieges eher beschränkt, nach Kriegsende wurde sie an das Königreich Italien übergeben.

(Signatur 04.04.03.01_Sommer19_3)

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