Noch schnell ein weiteres Winterfoto nachgeschoben
Bei einer schnellen Kontrolle habe ich unser heutiges Titelbild nicht gefunden. Das verwundert. Immerhin ist ein Job zu sehen, der eher als Verdammung anzusehen ist. Mitten in einer Winterlandschaft Schnee schaufeln zu müssen, ist schon nicht so sexy. Aber einen endlosen Wanderweg allein freischaufeln zu müssen und dabei den Hohn der Passagiere der Hungerburgbahn ertragen zu müssen, ist schon ziemlich übel. Akten ordnen zu dürfen ist dagegen natürlich ein Vergnügen.
Links die mächtige Eiszapfenwand. Ich weiß nicht, ob es die heute noch gibt. Und wenn nicht wüsste ich nicht, warum nicht – wenn man einmal die Nicht-Winter unserer Zeit bei Seite lässt. Zumindest ist mir hier kein bleibender Eindruck erhalten geblieben. Im Gegensatz zum Andreas-Hofer-Weg auf der anderen Talseite. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Standseilbahn ist auch nicht gerade übervoll; um nicht zu sagen fast leer. Das Viadukt aus Stampfbeton… aber das wissen Sie ja schon längst.
Scharfe BeobachterInnen erkennen rechts unten einen Kopf mit Melone. Andere Figuren sind zu erahnen oder auch nicht. Vielleicht ist das Schneeschaufeln doch nicht so blöd?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck Kr/Pl-988)
Der Sisyphus Tirolensis wird ein Wegwart des Innsbrucker Verschönerungsvereins gewesen sein, der beileibe nicht den ganzen Weg freigeschaufelt hat, sondern auf einem Kontrollgang mit der vorsorglich mitgenommenen Schaufel da oder dort nachgebessert hat. Verwunderlicher ist für mich die anscheinend anstandslose Passierbarkeit der eindrucksvollen Eiswand. Das geht am Andreas Hofer Weg nicht so leicht obwohl dort bei weitem nicht mehr soviel Wasser daherkommt.
Welchen Landschaftsausschnitt sieht man eigentlich im Hintergrund?