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Nichts Vergessen! III

Nichts vergessen! III

Wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, bin ich ein Freund von Listen und Notizen. Oftmals banal, teilweise weltbewegend bieten solche Notizen Einblick in das, was uns wirklich wichtig ist, sie sind die Kurzform dessen, was wir auf keinen Fall vergessen wollen. Daher freue ich mich auch immer wieder, wenn ich solche Aufzeichnungen im Archiv entdecke. Sollte es Ihnen ähnlich gehen, dann kann ich Ihnen das Buch „List of notes“ und die entsprechende Website dazu empfehlen.

Die oben abgebildete Liste diente wohl als Gedächtnisstütze für eine Urlaubsreise der Familie Douschan. Die Liste ist wohl nicht in einem Aufwasch geschrieben worden, sondern diente wohl mehrfach als Merkzettel, das legen zumindest die unterschiedlichen verwendeten Schreibgeräte nahe. Auch deuten einige der mitzunehmenden Dinge darauf hin, dass die Liste in etwas höherem Alter von Herrn Douschan angefertigt worden ist bzw. im Laufe der Jahre einige Sachen dazugekommen sind, die man im Alter gut gebrauchen kann, wie das ganz zuletzt verzeichnete Hörgerät.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum NL Douschan)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Danke für diesen unterhaltsamen dritten Teil Herr Aichner.

    Es gibt garnicht so wenig, was es immer noch gibt. Eigntlich fast alles. Sogar das Grandhotel in Montecatini Terme ist noch unter dem gleichen Namen in Betrieb.
    Unbekannt wird den Jüngeren nur die Carta Carburante sein, die Benzincoupons enthielt, mit denen der Tourist in Italien billiger tanken konnte. Wenn welche übriggeblieben sind, manchmal absichtlich, konnte man mit dem Tankwart ein Geschäft machen.-

    Dem Namen nach gibt es das Badedas noch, aber dessen Schaum nimmer. Hier ein Nachruf https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/schaumsterben-81425.

    „Fotoapparat!“ wurde zweimal rot unterstrichen – Nina Hagens Lied vom vergessenen Farbfilm in der Steigerungsform.

    1. Foto Ausrüstung, nicht nur Apparat…Ich brauch schon einen Merkzettel für die kurze Zeitspanne zwischen lesen und kommentieren.

  2. Selbst auch immer einigermaßen auf meine Habseligkeiten achtend, überlegte ich gerade, ob ich ebenfalls so gründlich war, Kleiderbügel, Schuhspanner und Schuhputzzeug in den Koffer zu geben. Bei diesen Überlegungen fiel mir das Sammelsurium an Kleiderbügeln ein, das sich oftmals in den Schränken der Hotels befand: aus Holz, Draht, Rattan oder Plastik in allen möglichen Farben, mit Schaumstoff- oder Häkelüberzug als Abrutschbremse, mit gebrochenem oder gänzlich fehlendem Hosensteg, etc.

    „Brisk“, die Haarcreme in der rot-weißen Tube, hat gleich zwei Assoziationen hervorgerufen: Bronners/Qualtingers „G’schupfter Ferd’l“, der sich mit feinster Brillantine seine Locken einschmiert, tauchte als erstes auf. Dann erinnerte ich mich an die Schulfahrten mit der Straßenbahn. Vor allem in der Früh mussten wir meist stehen und hatten dadurch einen guten Draufblick auf die Köpfe der sitzenden Passagiere. Manche Männer haben es mit der Brillantine so übertrieben, dass man in ihren Haaren deutlich die Spuren sehen konnte, die der Kamm hinterlassen hatte und die vermutlich den ganzen Tag erhalten blieben. Am nächsten Tag wurden auf einer neuen Ladung Brillantine neue Linien gezogen. Je dünner der Haarwuchs desto breiter die Spuren.

    Damit ich mir keinen Vorwurf zwecks einseitiger Werbung einhandle: Neben „Brisk“ gab es sicher noch einige andere Mittelchen, um die Haare zu bändigen. Erinnern kann ich mich noch an „fit“ und „flot“ – in blauer bzw. rosa Tube als vermutliches Unterscheidungsmerkmal für Männlein und Weiblein.

    Einigermaßen überrascht hat mich der wichtige (groß, gesperrt und mit 3 Rufezeichen versehene) Hinweis auf den Autoschlüssel. Dessen Vergessen hätte man ja zweifelsohne bereits beim Start der Reise bemerkt. Reserveschlüssel?

    1. Ich hab auch an den Reserveschlüssel gedacht. Oder – was früher oft der Fall war – man hatte das Auto in einer Garage (z.B. Meinhardgarage oder auch nur eine verwaiste Wellblechgarage 3 Straßen weiter) und mu0 dann nach einem Hatscher feststellen…der Urlaub fing ja gut an. Dass man ihn am Ende dann nicht holen kann weil auch noch der Wohnungsschlüssel…

      Die auf die Haare beschränkte Brillantine wurde leider durch das fürchterlich riechende Ganzkörper Axe abgelöst. Dazu noch Red Bull.

  3. Bitte, was war „PANPEPTAL“???
    Ich hab versucht zu gooooooooogeln – aber außer
    Paul Flora
    Paolo Malatesta
    Paylife Bank
    Parken Flughafen München und
    Patscherkofelbahn
    wußte mir der Guteste nichts anzubieten…….

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