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Mit Den Augen Von J. Malfertheiner

Mit den Augen von J. Malfertheiner

Im Rahmen des Programms zur Feier des Universitätsjubiläums im Jahr 2019 bin ich beim damaligen History Slam in die Rolle von Joseph Malfertheiner geschlüpft, um dem Publikum ein wenig aus dem Leben eines Studenten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu erzählen. Die Wahl von Malfertheiner war dabei zufällig. Das einzige Kriterium bei der Auswahl war, dass ich einen Studenten aus dem Jahr 1844, also in der Mitte zwischen dem Gründungsjahr der Universität und der Feier des Jubiläums, auswählen wollte. Danach habe ich mir die Matrikel für dieses Jahr herausgesucht, zufällig jemand gewählt und versucht möglichst viel über ihn herauszufinden, was letztlich nur in Ansätzen gelungen ist. In Kombination mit den Biografien von anderen Studierenden der Zeit konnte ich aber doch ein farbiges Bild vom Leben eines Studenten im Vormärz zeichnen.

Am kommenden Sonntag wird Joseph Malfertheiner wieder zum Leben erweckt werden. Gemeinsam werden wir mit ihm durch Innsbruck spazieren und er wird uns ein wenig vom Leben von Studierenden und Schülern und Schülerinnen erzählen und uns zu historischen und vielleicht vergessenen Bildungsorten in der Stadt führen. Ein wenig science-tainment am Sonntagvormittag. Nähere Informationen dazu finden Sie hier! Karten für die Führung gibt es nur im Vorverkauf im Stadtarchiv.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-10831)

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  1. Der Christliche Frauenbund für Tirol und Vorarlberg schreibt in der Oesterreichischen Frauen-Zeitung vom 22. Dezember 1901 in memoriam Joseph Malfertheiner als Nachruf:

    „Ein braver Tiroler ist ins Reich der Schatten hinab­
    gestiegen: Dr. Josef Malfertheiner, kaiserlicher Rath
    und Gymnasialprofessor i. P., Mitglied der Herren- und
    Bürger-Congregation zu Innsbruck, Besitzer des goldenen
    Verdienstkreuzes mit der Krone, der Ehrenmedaille für
    40jährige treue Dienste, der Landesvertheidigungs-Denkmünze
    von 1848, der Kriegsmedaille und der beiden Kaiser-
    Jubiläums-Erinnerungs-Medaillen für Militär- und Civil-
    staatsdienste. Der Verblichene war der Vater unserer tüchtigen
    Innsbrucker Bundesschwester Vice-Präsidentin Fräulein Marie
    Malfertheiner, Innsbrucker städtische Lehrerin i. P-, und
    des Herrn k. k. Gymnasialprofessors Anton Malfertheiner
    in Krems. Welch goldenes Herz und welch religiöse Ge­
    sinnung der unsterbliche Theil des alten Herrn waren, be­
    weist der von ihm selbst für den Ablebensfall ausgesprochene
    Wunsch, der jetzt auch auf der Parte figurirt: Allfällige
    Kranzspenden werden dankend abgelehnt mit dem höflichen
    Ersuchen, statt derselben ein kleines Almosen der „Sanct
    Petrus-Claver-Sodalität für die afrikanischen Missionen und
    das Werk der Sclaven-Befreiung“ zu geben.
    Malfertheiner, ruhe sanft!“

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