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Klein – Aber Mein

Klein – aber mein

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war ein eigenes Haus ein beinahe unerreichbarer Luxus. Zahllose Menschen lebten auf engstem Raum, oft noch mit zugeteilten Untermietern. Da ist jedes noch so kleine Häuschen ein eigenes Reich. Und genau so stolz und glücklich blickt ein älterer Herr in die Linse des Fotografen. Wahrscheinlich hat er im Schupfen hinter sich eine kleine Werkstatt eingerichtet, um seine Gerätschaften zu reparieren oder vielleicht auch kleine Dinge für das Haus zu basteln.

Das Haus ist bescheiden, hat aber einen Stromanschluss. Das Spalierobst dürften Birnen – oder doch Marillen? – sein. Das Gemüse im Vordergrund kann wohl nur ein Gärtner identifizieren. Ich glaube, es gibt da einen in der LeserInnenschaft…

Die Funktion der Holzkonstruktion im Vordergrund ist nicht ganz klar. Für eine Wäscheleine fehlt die Leine. Für eine Kletterhilfe für Pflanzen ist es zu massiv dimensioniert.

Diese Ausnahme zu datieren wird wohl sehr kompliziert werden. Auch den Ort dieses Häuschens zu bestimmen, ist wieder einmal eine größere Hausforderung. Gibt es das Haus heute noch?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph/A-24.372-73)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Erdbeeren. Und es ist ein Gerüst zum Wäscheaufhängen, man sieht Leine und Wäscheklammern. Aus dem Bauch heraus geraten: Kranebitten, oder weatliches Hötting. 1950.

    1. Herr Hirsch – ich habe schon gehofft, dass Sie den Bereich hinter der Wäscheklammer bereits vergrößert und entsprechend gefiltert haben und sagen: Das ist die Aldranser Gegend und im Hintergrund sieht man die Abhänge des Glungezers gegen Tulfes – Rinn herunter!!

      1. ja, von sehr weit weg, deswegen bin ich auf Kranebitten, oder wenigstens Westwestwesthötting gekommen. Dazuschreiben vergessen.

  2. SO direkt angesprochen muss ich doch auch was schreiben… Die Erdbeeren glaube ich auch zu erkennen. Beim Baum tippe ich eher auf Marille. Ich bilde mir ein runde Früchte zu sehen wenn ich reinzoome und persönlich gäbe ich so einen herrlichen Platz einfach einer Marille. Aber zwischen der Bank und dem Baum wächst noch etwas. Erbsen oder Strauchbohnen. Der einzelne Korbblütler rechts? Ohne Farbe – so alles von Cosmea bis Rudbeckia.
    Aber zum Schluss noch, weil falsche Federn mag ich keine: ich bin Gärtner(meister), nicht Botaniker 🙂
    P.S.: In ca. 6 1/2 Jahren würde ich genau sowas als Alterswohnsitz suchen – wo ist hier der Platz für die Kleinanzeigen?

  3. Sie haben mit Ihrem Bild-Titel den Nagel auf den Kopf getroffen, lieber Herr Morscher!
    So viel Freude und Zufriedenheit nimmt man wahr beim Anblick dieses Hauses und seines Besitzers (ich gehe jetzt mal davon aus, dass es sich um ihn handelt). Und stolz darf er auch sein, es steckt bestimmt viel Eigenleistung in seinem Zuhause. Nicht nur die Konstruktion zum Wäsche trocknen, für die er vielleicht eine vom Dachstuhlbau übrig gebliebene Pfette verwendet hat, die Bank ist sicher auch selbst gemacht. Da hat nach dem Bau von Windfang, Schuppen und Wäschstange das Holz für eine Lehne wohl nicht mehr gereicht ;-). Aber so zugewachsen wie sie ist, dient sie ohnehin eher als Kleider-Ablage, wenn die Gartenarbeit gar zu schweißtreibend wird. Womöglich benutzt man sie auch als Leiter-Ersatz, denn wie sonst sollte man beim Aufhängen der Wäsche diese hoch gespannten Drähte erreichen können, oder erliege ich da einer optischen Täuschung?
    Bei der Staudenpflanze ganz rechts würde ich Herrn Ritzenfeld zustimmen mit Rudbeckia/Sonnenhut. Eine einzige Blüte will unbedingt en face auf’s Bild, alle anderen recken ihre Köpfe entschieden der Sonne entgegen.
    In seiner Einfachheit berührt dieses Bild geradezu, vielen Dank dafür!

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