Die Firma Karl Brix
Ab dem Jahr 1890 hatte die Dekorateur- und Tapezierer-Firma Karl Brix ihren Firmensitz in der Maria-Theresie-Straße 25. Zuerst wurde das Geschäft von dem Tapezierer-Meister Karl Brix Senior geleitet, im Jahr 1892 wurde es von seinem Sohn Karl Brix Junior übernommen. Am 18. August 1932 erschien im Allgemeinen Tiroler Anzeiger ein kleiner Bericht über ein wahrlich beachtliches Firmenjubiläum:
„Vierzigjähriges Geschäftsjubiläum. Die Genossenschaft der Tapezierer schreibt uns: Vor einigen Tagen feierte unser Mitglied Karl Brix, Innsbruck, das vierzigjährige Geschäftsjubiläum. Der allseits beliebte Jubilar wurde im Jahre 1863 als Sohn des Tapezierermeisters Karl Brix geboren und erlernte bei seinem Vater das Tapezierergewerbe. Nach der Auslehre noch einige Jahre als Gehilfe bei Salzburger Firmen tätig, strebte er darnach, sein fachliches Wissen zu erweitern. Von diesem Drange beseelt, kam er auch in Werkstätten des Auslandes, um dann im Jahre 1892 das Geschäft seines Vaters, welcher dasselbe im Jahre 1857 gründete, zu übernehmen, das sich ursprünglich im Rathause befand und nun seit dem Jahre 1890 in der Maria-Theresien-Straße Nr. 25 etabliert ist. Von seinen Kollegen ob seiner Tüchtigkeit allseits geschätzt, wurde er von denselben in den Jahren 1908 – 10 an die Spitze der Genossenschaft gestellt. In späteren Jahren war er als Ausschußmitglied tätig. Seit je hat es der Jubilar, dem eine tüchtige Gattin zur Seite steht, verstanden, sich nicht nur einen treuen, stets zufriedenen Kundenkreis zu schaffen, sondern auch die Liebe und Achtung seiner Fachkollegen in großem Maße zu erwerben. Dank seiner früheren rastlosen Tätigkeit als Organisator der Genossenschaft konnte der Jubilar manches Wertvolle für unser Gewerbe durchsetzen und viele Angriffe, die von den verschiedenen Seiten gegen den Bestand desselben geführt wurden, mit bestem Erfolge abwehren.“
Das Titelbild zeigt ein 40 x 49 Zentimeter großes Werbeplakat der Firma Karl Brix. Es handelt sich dabei um einen aufwändig gestalteten Farbholzschnitt auf den die Textteile nur aufgeklebt wurden.
(Stadtarchiv Innsbruck, Bi-3052)