Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Was wäre Innsbruck ohne die Seegrube und das Hafelekar? Sie blicken von hoch oben auf die Stadt im Tal hinab und manch eine*r (egal ob Tourist*in oder nicht) blickt staunend zu ihnen hinauf. Vielleicht stellt man sich die Frage, wie diese zwei Gebäude auf die Nordkette gekommen sind. Eine Seilbahn bis an ihre Spitze zu bauen, war bestimmt nicht einfach.
Und nachdem alles gebaut wurde, darf man nicht vergessen, dass Seilbahnen von Zeit zu Zeit gewartet und repariert werden müssen. Welch eine herausfordernde Arbeit das sein muss, lässt sich auf unserem heutigen Titelbild erahnen. Zwei Techniker schweben in luftiger Höhe am Seil der Bergbahn zwischen der Seegrube und dem Hafelekar. Sie tragen lange Kleidung, feste Schuhe und einen Sicherungsgurt um den Bauch. Einer der Techniker scheint etwas auf das Seil zu sprühen und schaut dabei konzentriert auf seine Arbeit. Er hat eine Mütze auf dem Kopf und einen Schraubenschlüssel in seiner Hosentasche, der besser nicht herausfällt und unter ihm landet. Diesen gut sichtbar, jedoch außer Reichweite, am Boden zu sehen, wäre sehr ärgerlich.
Was genau dort ihr Job ist, kann ich als Laie nicht sagen. Doch eines ist sicher: Höhenangst dürfen sie dabei nicht haben. Viel Bewegungsfreiheit gibt es dort auch nicht. Es wäre also vorzuziehen, dass die beiden sich gut miteinander verstehen, sonst fühlt sich ein solcher Arbeitstag mitunter sehr lang an. Eine Klo- oder Mittagspause ist in dieser Lage vermutlich eher schwierig. Doch wenn all dies kein Problem darstellt, ist man mit diesem Job immer an der frischen Luft und hat mit Sicherheit eine der besten Aussichten auf das Inntal.
Mich würde interessieren, wie diese Arbeit heutzutage verrichtet wird und wann genau der Fotograf Richard Frischauf dieses Foto gemacht hat.
(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Frischauf-Foto, FR-NE-0167)
Ich glaube, das Bild ist eine Fotomontage aus 3 Bildern. Hintergrund links passt mit Hintergrund rechts nicht zusammen. Man beachte auch die gute Ausleuchtung von unten…
Die beiden Arbeiter sind vermutlich bei der Kontrolle des Seils und fetten dieses gleichzeitig mit Seilbahnfett im Sprühverfahren – dazu müsste es recht warm gewesen sein. Wegen des Sprühnebels – ohne Maske! – dürfte eine lange Kleidung getragen worden sein.
Zur Sicherung nur ein Gurt um den Bauch so wie es aussieht. Wer den braucht hält nicht lange durch, falls er nicht eh gleich durchwitscht. Bitte nicht nachmachen, das mit der Sicherung.
Scheint am Hafelkar kurz unterhalb der Bergstation zu sein.