Innsbrucker Häuser – XX
Das ist wieder einmal eines dieser Häuser, von dem man glauben kann, dass man heute daran vorbeigegangen ist. Einfach, fast schmucklos. Eher einfach in der Ausstattung. Das Holzlatten-Tor links zum Beispiel. Vielleicht frühes 20. Jahrhundert. Und dann im Krieg beschädigt. Oder die beiden rechten Fensterachsen stammen einfach von einem früheren Gebäude.
Im Vordergrund ein Geschäftsschild des Raumausstatters Josef Thomann. Der auch Produkte der Firma INKU führt. In meiner Jugend machte dieses Unternehmen enorm viel Radio-Werbung.
Hinten ein Schild der Weinkellerei des Karl (?) Baumann. Darüber ein Hinweis eines Tapezierers.
Die Auto-Freaks können inzwischen die Augen mit ein paar Bestimmungsübungen entspannen.
Markant ist das Nachbargebäude. Ein urbanes Bauernhaus. In Innsbruck nur ein vermeintlicher Widerspruch.
Wo sind wir denn heute spazieren gegangen?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-7351)
Ja, hatten wir schon, aber trotzdem nur in der Erinnerung noch vorhanden. Der Tapezierer Thomann hat sich in die Karmelitergasse 4 geflüchtet, wo ich manchmal die Auslage betrachte, nostalgische Bürgerwürde.
Nicht identisch, aber gleich: https://innsbruck-erinnert.at/wie-aus-einer-anderen-zeit/
Und jetzt Schreckensruf, Zornesschrei, Blitz-vom-Himmel-Gebet – „Gehsteigparker!“
Heut schauts dort so aus https://tinyurl.com/2nmvyv3z
Unter den schlichten Arkaden hat ein Wiltener(?) Verein eine kleine Schautafel mit zahlreichen alten Wiltener Ansichten installiert.