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In Stein Gemeißelt (XVIII.)

In Stein gemeißelt (XVIII.)

Wie am Ende des letzten Artikels angedeutet, entwickelte sich der Krieg nicht so wie erwartet. Anfangs wurde die Markusrepublik durch den heimlichen Bündniswechsel überrascht. Französische Truppen rückten in venezianisches Gebiet vor und fügten dem hastig aufgestellten Heer der Serenissima eine empfindliche Niederlage zu. Alle Nachbarn, die in den vergangenen Jahren Verluste an Venedig hinnehmen mussten, versammelten sich um die in die Enge gedrängte Republik.

Als Maximilian mit seinem Heer nach Italien marschierte, übergaben sich im viele Städte auf seiner Route darunter Padua, Maximilians Einzug in die Stadt im Jahre 1509 ist auf diesem Relief zu sehen. Doch Maximilian befand sich in keiner günstigen Position. Der Reichstag hatte ihm jegliche Hilfe verwehrt und dabei auf die hohen Steuern des letzten Reichstages verwiesen – die freilich noch immer nicht bezahlt waren. Das Bündnis zerfiel in verschiedenste Streitigkeiten – die Franzosen hatten ihre Ziele bereits erreicht, in Rom und in Spanien machte man sich bereits Sorgen, dass Frankreich zu weit vorstoßen würde und überlegte, Venedig ins eigene Lager zu holen. Indes verlor Maximilian zahlreiche seiner Eroberungen, darunter auch Padua. Er versuchte die Stadt zurückzuerobern, tagelang wurde sie durch nach und nach eintreffende Artillerie bombardiert. Doch die Geldnot wurde Maximilian jedoch gezwungen, die Belagerung abzubrechen. Der Krieg wurde indes mit immer weniger Rücksicht auf zivile Verluste geführt. Die marodierenden Heere verwüsteten ganze Landstriche. Noch zahlreiche Kampagnen hatten u.a. die Eroberung Paduas zum Ziel, alle ohne Erfolg. Bis Padua wieder in die Hände der Habsburger fiel, sollten fast drei Jahrhunderte vergehen.

(Signatur Ph-A-10171-17)

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