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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Für Tyrolean Airways Hatte Gutes Bordservice Von Anfang An Einen Sehr Hohen Stellenwert

Für Tyrolean Airways hatte gutes Bordservice von Anfang an einen sehr hohen Stellenwert

Schon während der Planung der Linienflüge 1979/1980 wurde klar, dass ein gutes Bordservice für den Erfolg und die Akzeptanz durch die Fluggäste wichtig war. Dafür wurde im Südteil des Hangars 1 des Flughafens ein kleiner Catering Bereich geschaffen, in dem die Bordmahlzeiten produziert werden konnten. Dieser Bereich wurde in den Folgejahren immer weiter vergrößert. Es wurde entschieden von Anfang an das Catering auf Porzellangeschirr zu servieren. Dazu wurden bei dem Geschirrfachgeschäft Springer in der Andreas-Hofer-Strasse die dafür geeigneten Geschirrteile definiert und beschafft. Nur für Charterflüge sollten vor allem aus Gewichtsgründen Plastik-Einwegboxen zum Einsatz kommen. De Ster in Amsterdam hat diese Plastikboxen geliefert und wurde später der Partner von Tyrolean für das gesamte Bordgeschirr (Porzellan und Hartplastik) inkl. Besteck und Tabletts. Großer Wert wurde von Anfang an auf frisches Gebäck gelegt. Die Bäckerei Lackner in der Andreas-Hofer-Straße lieferte dazu jeden Tag am frühen Morgen frisches Jour-Gebäck. Erst in späteren Jahren wurde die Brotversorgung von der Bäckerei Ruetz übernommen, die in der Lage war, auch noch einmal am Nachmittag frisches Gebäck zu liefern. Die Fluggäste aus Tirol liebten das Frühstück mit dem frischen Brot, anfangs nur mit Butter und Marmelade plus ein Aufstrich, später noch reichhaltiger mit Wurst, Käse und Joghurt. Mit der Inbetriebnahme der Dash 8-300 im Jahr 1991 bestand erstmals die Möglichkeit auch warme Mahlzeiten zu servieren. Selbst auf der kurzen Innsbruck-Strecke wurde einige Zeit warme Bordverpflegung angeboten. Wegen der kurzen Flugzeit mussten die Mahlzeiten an Bord schon am Boden vorgeheizt werden. Allerdings kam das warme Frühstück mit Eiergerichten bei den Tirolern gar nicht so gut an, sie bevorzugten weiterhin eher das frische Brot mit Butter und Marmelade.

Die Dash 7 Flugzeuge waren anfangs standardmäßig mit einer sehr kleinen Bordküche ausgerüstet, die nur für die Unterbringung von Getränken gedacht war. Daher mussten die Container mit den Mahlzeiten im Baggage Compartment verstaut werden. Damals war es noch möglich, auch während des Fluges von der Passagierkabine in den Frachtraum zu kommen, etwas was heute aus Sicherheitsgründen undenkbar wäre. Schon bald wurde aber die Anzahl der Sitze von 50 auf 48 reduziert und anstatt der letzten Sitzreihe ein zusätzlicher Stauraum für die Mahlzeiten installiert. 1988 wurden größere und komplett neue Bordküchen eingebaut und zusätzlich eine Möglichkeit zur Unterbringung eines Getränke-Trolleys geschaffen.

Tyrolean war bis 2005 verantwortlich für das Bordservice auf den eigenen Flugzeugen im gesamten Streckennetz, danach wurde das Inflight Service zentral von Austrian Airlines definiert. Tyrolean war aber weiterhin Mitglied des Inflight Service Teams des Konzerns.

Manfred Helldoppler

Fotos Tyrolean Airways

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Das waren noch Zeiten… die bestellten Mengen Jourgebäck herzustellen und zeitgerecht anzuliefern war manchmal eine Challenge, speziell wenn ein Mitarbeiter in der Produktion oder ein Auslieferer oder gar ein Lieferwagen ausgefallen ist. Auch während der Produktion kann einiges schief gehen – Maschinen- oder Ofenausfall, Verhau beim Teigmischen oder beim Abbacken – das war das letzte was man brauchte. 30 cm Schnee nicht geräumt mit einem heckgetriebenen Lieferwagen waren auch recht lustig. Und wenn’s mal arg knapp wurde, war der (inzwischen verstorbene) Catering-Chef, Herr Kreuzhuber schon mal leicht nervös…

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