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From Peak To Peak

From peak to peak

Damit bewirbt die IVB ihre Linie J die zwischen der Nordkette und dem Patscherkofel pendelt. Aus diesem Grund sehen wir an den angefahrenen Haltestellen hin und wieder wartende Personen mit entsprechender Ausrüstung – wie auf unserem Titelbild. Würden unsere Sportasse heute an derselben Haltestelle wie zum Zeitpunkt der Aufnahme (zwischen 1950 und 1955) stehen, dann würden sie vergeblich auf den richtigen Bus warten. Es handelt sich nämlich um die Haltestelle am Südtiroler Platz, wo die heutige Linie J nicht mehr stehen bleibt. Damals konnte man aber hier noch in Richtung Igls-Patscherkofel fahren.

Für diejenigen, die ganz genau hinschauen: Im Hintergrund erkennt man die Bombenlücke des Hotel Viktoria (Südtiroler Platz 6).

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR-NE-3010)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Zum Thema Hotel Victoria und Wintersport gibt es allerhand zu erzählen. Um 1910 ist hier der Hotelier Jean Schlegel als Besitzer zu finden. Im Mai des Jahres 1913 gerieten seine Söhne auf der Nordkette tragischerweise unter eine Lawine, wie die Innsbrucker Nachrichten berichten:

    „Ein schweres Lawinenunglück auf der Nordkette. Ein bekannter Lawinenstrich ist auch der Abhang des Sattelkars zwischen dem Kemmacher und der östlichen Sattelspitze, wo alljährlich und ausnahmslos im Frühjahr eine Lawine niederging. Nur heuer was sie bis jetzt ausgeblieben. Gestern kam sie wieder, unheilvoll und unerwartet, und begrub zwei junge Menschen unter sich; die Unglückschronik der Nordkette ein tragisches Kapitel mehr. Zwei Söhne des Hoteliers Schlegel in Innsbruck, des Besitzers des Hotels „Viktoria“ am Bahnhofsplatz, der 14-jährige Realschüler Herbert und der 20-jährige Chemiker Josef Schlegel machten gestern gemeinsam eine Tour auf die Nordkette … Noch spät nachts sah man von Innsbruck aus auf der Unglücksstelle hoch oben die Windlichter der Rettungsexpedition herabglänzen. Die Wenigsten der Städter wussten aber von der Tragödie, die sich gestern dort zugetragen hatte. Josef Schlegel konnte nur mehr tot geborgen werden, sein Bruder Herbert wurde von jungen kräftigen Männern, sorgfältig auf eine Bahre gebettet, geraden Weges durch die steile, beschwerliche Rossfall nach Gramart und bis zur Höttinger Kirche herabgebracht, wo ihn der Rettungswagen der freiw. Rettungsgesellschaft aufnahm. Erst vor kurzem verlor Hotelier Schlegel seine Gattin.“

  2. Für mich am interessantesten: das Haltestellenschild. Oder sollte ich besser sagen: der Haltestellenschilderbaum? Ordentliche Fahrgastinformation in Form einer sauberen Beschilderung war damals meist Wunschdenken. Die Ausstattung einer Haltestellentafel war gesetzlich vorgeschrieben, und das hat man mehr oder weniger einzuhalten versucht, that’s it. – Ich sage „mehr oder weniger“, weil das Verkehrsunternehmen fehlt, zumindest heute ist es Vorschrift dass dieses auch auf der Tafel angeschrieben ist; das IVB- bzw. damals eigentlich „JVB“-Logo war bei diesen Tafeln aber normalerweise dort, wo am Foto die Linien H und K angeschrieben sind. Zwei Linien sind mitten in der Tafel angeschrieben, für zwei weitere hat man dann oben und unten Zusatztafeln dazugebastelt, und die beiden Obuslinien, die dort offenbar auch hielten, bekamen überhaupt nur die quadratischen Linienbezeichnungs-Schilder spendiert, die für alle anderen Linien dafür fehlen (gelbeZeichen auf dunkelgrünem Grund). Auch beachtenswert: der Pfeil für „Haltestelle nur in diese Richtung“. Immerhin: es hängt ein offenbar sogar intakter Aushangfahrplan.

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