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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Erinnerung An Die Brennerbahn – Eisenbahn Und Die Straße Mit Der Stephansbrücke

Erinnerung an die Brennerbahn – Eisenbahn und die Straße mit der Stephansbrücke

Eigentlich müsste dieser Beitrag nach meiner internen Bahnbeitragslogik den Titel „Kein Halt mehr in Unterberg-Stefansbrücke“ tragen, denn eine Haltestelle sucht man dort heute vergebens. In diesem Falle bleibe ich jedoch bei der offiziellen Benennung aus dem Erinnerungsalbum.

Der Stahlstich zeigt, wie es der Titel erwarten lässt, neben dem obligatorischen Bergpanorama auch die Eisenbahn sowie eine Brücke. Auf der linken Bildseite lassen sich wohl der Bahnhof und die Bahnstrecke erkennen, im Hintergrund sogar eine Tunnelöffnung. Auf der rechten Seite hingegen tritt die Stefansbrücke in Erscheinung.

Die 36 Meter hohe Brücke wurde in den Jahren 1842 bis 1846 errichtet und gilt als die größte erhaltene Steinbrücke Österreichs. Ihr mächtiger halbkreisförmiger Bogen besteht aus Höttinger Breccie, welche in großen Quadern mit Pferdefuhrwerken über die Brennerstraße von Hötting zur Baustelle gebracht wurde. Das Bauwerk steht heute unter Denkmalschutz und kann noch immer in seiner ganzen Pracht bewundert werden.

Anders verhält es sich mit der einstigen Bahnhaltestelle. Diese ist seit Dezember 2024 endgültig Geschichte. Bestand hatte der Halt seit der Sommerfahrordnung des Jahres 1880, als die Züge „vis-à-vis der Stefansbrücke“ anhielten. Voraussetzung für die Einrichtung der Haltestelle war die Errichtung eines Steges über die Sill, welcher wie es in den Quellen heißt vom „dortigen Gastwirt“ zu errichten war.

Auf dem Foto aus unserer Sammlung sind der Bahnhof sowie die Brücke im Hintergrund gut zu erkennen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-A-24611-05, sommer 4_059)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Ein Idyll – außer man muß dort wirklich wohnen und leben – vielleicht aus Frau, Ehegattin und Mutter mit (wie früher üblich) mehreren Kindern….

  2. Sicher war es hart, das Leben in dieser Gegend, jedoch war man damals froh und stolz hier eine Arbeit zu haben. Bahnwärter bei der Südbahn waren verhältnismäßig gut besoldet und hatten eine Wohnung. Weitere Anwohner besiedelten erst in später Zeit diesen Idyllischen Ort.
    Der einstige Weg führte recht steil hinab zur Sill und über einen hölzernen Steg darüber. Einige Mle konnte ich da Hinab und hinüber gehen. Erst nach 1967 wurde der Weg durch die Rohrbrücke erleichtert. Die Haltestelle wurde erst wirklich interessant, nachdem Das Ruetzkraftwerk errichtet wurde und die Arbeiter mit ihren Familien dann mit der Bahn in die Stadt fahren konnten.
    Es ist noch immer nett dort, wenngleich die Veränderungen durch den Autobahnbau, die Mülldeponie Ahrental und nun den Ablagerungen des BBT die Gegend stark verändern.

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