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Engel, Eis & Bier

Engel, Eis & Bier

Die Sicht in diesen Innsbrucker Hinterhof, in dem ein Ford Granada Turnier steht, wird uns zumindest teilweise durch eine Plakatwand genommen. Ob das wirklich ein Grund zur Klage ist, sei dahingestellt, zumal die Werbung ihren eigenen Reiz hat. Da ist etwa das Plakat einer bekannten steirischen Brauerei, die für ihr Pils mit einem Ritter und dem Slogan „Wenn wir das noch hätten erleben können“ wirbt. Daneben rührt ein neuer Fotofachhändler (kann uns wer mehr zu diesem Unternehmen sagen?) die Werbetrommel und auch das Plakt einer bekannten Eismarke können wir ausmachen. Etwas ratlos lässt uns hingegen das Plakat mit dem (angeblich) frischen Salat zurück. Werben hier die Vegetarier, die Thaurer Bauern oder geht es dabei am Ende um ganz etwas anderes? Bevor wir uns darüber lange den Kopf zerbrechen, wenden wir uns lieber der schnörkelosen Ankündung für einen Auftritt der bekannten Familie Engel zu. Da wissen wir wenigstens, worum es geht …

Sicherlich gibt es auf dieser Aufnahme für die ZeitzeugInnen auch noch mehr zu entdecken und wir freuen uns – wie immer – wenn Sie uns daran teilhaben lassen. Und natürlich stellt sich auch diesem Fall die Frage aller Fragen: Wo befinden wir uns hier eigentlich?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Gottseidank haben wir in Innsbruck die omnipräsente Nordkette, welche die Lokalisierung solcher idyllisch-kleinbürgerlichen Milieus wesentlich erleichtert. In anderen Städten ohne Berge würde man sich da viel schwerer tun.

    1. Unsere Nordkette. Wie oft hab ich sie andernorts schon vermisst. Heute kann man sich mittels der nach Süden (eigentlich Richtung Äquator) gerichteten und überall zahlreich vorhandenen Satelliten-Antennen bei Tag und Nacht rund um die Welt einfach orientieren. Aber was hilft uns das bei alten Fotos ohne Nordkette?

    1. Ich schreibe einmal: Es war das Haus Jahnstraße 39, ehemals Gärberstraße 27 – oder?

      Der Kran im Hintergrund wird beim Bau der Häuser Bienerstraße 14 / 16 eingesetzt gewesen sein

  2. Beim vermeintlichen Fotofachhändler dürfte es sich eher um eine Werbung für die DDR-Filme ORWO (ORiginal WOlfen) handeln.

  3. Vielleicht hat man die nähere Info zu den frischen (eigentlich selbstverständlich) Salatköpfen mit den Engelplakaten überklebt?

    Die 6-fach schwarz-gelben Symbole rufen bei mir eine wie fast immer trügerische Erinnerung an den damaligen Stil von Konzertankündigungen u.ä. wach. Leider ist das Foto zu wenig scharf. Ich hoffe, daß ich mit mreinem Tipp, die Abbildungen auf dem Quelltext zu suchen, keine Gegenreaktion ausgelöst hat. Wer Hausnummern ausblendet… ;-).

    1. Vor dieser Bretterwand haben wir als Kinder Fußball gespielt. Wo die Rot-Kreuz-Plakate hängen, war das Tor. Heute ist dort der westwärts führende Einbahnteil der Jahnstraße. Am linken Bildrand in Richtung Westen würde als nächstes großes Haus die Jahnstraße 29 folgen, Richtung Osten wäre die Kreuzung Jahnstraße/Zeughausgasse mit Trafikhäuschen samt einarmigem Trafikant und Hund. Der Baum, der rechts ins Foto ragt, könnte jener sein, der ein Kruzifix behütet, welches leider nicht mehr im Bild ist. Dieses Kruzifix steht heute noch, während alles, was auf dem Bild gezeigt wird, mittlerweile verschwunden ist – mit Ausnahme der Nordkette.

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