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Einer Ungewissen Zukunft…

Einer ungewissen Zukunft…

…sieht das 1924 eröffnete und 2019 durch ein Feuer schwer beschädigte Hofgartencafé entgegen. Ein Bild aus besseren Tagen zeigt das damals noch neue Café mit zahlreichen Gästen im Gastgarten und mehreren vor dem Eingang in Szene gesetzten Serviererinnen. Bereits 1906 begann man mit der Planung eines Kaffee- und Musikpavillons, den der Architekt Clemens Holzmeister umsetzte. Doch das 1924 erbaute Café war keineswegs der erste Restaurationsbetrieb im Hofgarten. Bereits seit 1811 gab es eine von König Maximilian von Bayern in Auftrag gegebenen Gastwirtschaft, die sich im Gewächshaus des Gartens befand.

In einer Lithographie von Carl Redlich ist die damalige Gastwirtschaft mit der für ein Gewächshaus typischen schrägen Dachform zu sehen. Im Jahre 1902 wurde das Gewächshaus und das dabei befindlich Glashaus abgebrochen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, KR-PL-389; Bi-g-161-7)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. (Zumindest) zwei große Musiker dürfen doch nicht bei diesem Thema fehlen:

    In den 1950er Jahren spielte „Fatty George“ regelmäßig hier, – es war nur ein kurzer Weg von „Fatty’s Jazz Casino“ in der Angerzellgasse. Im Stadtarchiv sollte sich dazu doch was finden lassen?

    1981 begründete der wunderbare, inzwischen verstorbene Geiger Peter Lefor das „Konzertcafé im Hofgarten“. Hier fanden insbesondere junge MusikerInnen vom Konservatorium eine Plattform. Ich war der Organisator und hatte das Glück, dass Peter Lefor immer einspringen konnte, wenn ein Künstler kurzfristig nicht erschien.
    Nervig die damaligen Betreiber, welche punktgenau beim Pianissimo Bierfässer um- oder Gläser hinunter-warfen.
    Nervig war auch das Stadtsteueramt, welches offenbar auch den morgendlichen Spaziergang durch den Hofgarten schätzte und mindestens monatlich aufkreuzte. Mein Antrag auf Namensänderung („Kontroll-Café“) wurde von Peter verworfen …
    Ab 1984 wurde die Reihe von Roland Jordan (Turmbund) weitergeführt, der (vieleicht auch wegen der Störgeräusche) dann in den „Grauen Bären“ übersiedelte.

  2. Mit Fatty George und Peter Lefor wurde die Latte des kulturellen Anspruchs sehr hoch gelegt. Die Erwähnung der Bands, die für das Tanzvergnügen sorgten, erscheint wie ein Sakrileg. Ich denke da an die legendären „Bambis“, die „Comets“ und die White Stars“.

    Resterinnerungen früherer Zeiten beinhalten die gegensätzlichen Pole Uhrencheck beim Zwangskaffee mit der Tante und Puls 300 Begegnungen mit der Freundin.

    Jahrzehnte später manchmal Mittagsmenu unter den schönen Bäumen. Des Ambientes wegen. Ansonsten hatte ich den Eindruck des eher gezwungenen Offenhaltens unter Tag, nichts für den knapp kalkulierenden Eventwirt unserer Blitz-Dollar-Stern Zeit

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