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Eifersüchtige Götter Und Tollkühne Helden

Eifersüchtige Götter und tollkühne Helden

Wer kann sich nicht an die Sagen von Auguste Lechner erinnern, die – zumeist noch lange vor dem ersten Latein- oder vielleicht auch Griechisch-Unterricht – eine erste Begegnung mit den griechische Gött*innen darstellten ? Waren Sie vielleicht bei der am Plakat erwähnten Lesung, bei welcher diesmal die altdeutschen Helden Dietrich von Bern und das Pferd Beyard im Mittelpunkt standen, sogar dabei ?

Auguste Neuner wurde am 2. Jänner 1905 in Innsbruck geboren. Nach der Matura studierte sie verschiedene philologische und historische Fächer an der Universität Innsbruck. 1927 heiratete sie Hermann Lechner, der den Tyrolia-Verlag leitete. In den 1930er Jahren startete sie mit der Publikation von verschiedenen Volkserzählungen in Kalendern und Zeitschriften, wie etwa mit der Sage von König Laurin im Jung-Adler-Heft.

Nach den Erfolgen ihrer ersten Bücher für Kinder und Jugendliche fokussierte sich Auguste Lechner ab den 1950er Jahren vor allem auf die jungen Leser*innen: Altdeutsche und griechische Sagen wurden von ihr jugendgerecht bearbeitet und vermittelt sowie im Tyrolia-Verlag veröffentlicht. Künstler*innen wie Hans Vonmetz und Maria Rehm lieferten entsprechende Illustrationen dazu.

Auguste Lechners Werke scheinen bis heute nichts an Attraktivität eingebüßt zu haben, was wohl mit der spannenden Wiedergabe der Sagenstoffe, bei der auch Klischees (weinende Frauen und tapfere Männer, …) und Vorurteile zum Einsatz kommen, erklärt werden kann. Heute wird die Gesamtauflage ihres Werkes auf circa 1 Million Bücher geschätzt.

Auguste Lechner verstarb am 25. Feber 2000 im Alter von 95 Jahren in Innsbruck.   

(Autorin: Maria-Gracia Winkler)

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck: Pt-7558)

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