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Eine Ungewohnte Perspektive

Eine ungewohnte Perspektive

Oftmals reicht bei einem Bild schon eine ungewohnte Perspektive oder eine ungewohnter Bildausschnitt, damit man etwas länger braucht, um ein Bild einordnen zu können. Wenn dann auch noch heute die Landschaft prägende Gebäude und Infrastrukturen fehlen, dann wird dieser Effekt noch verstärkt. Ich glaube allerdings nicht, dass sich die Kenner*innen hier davon beeindrucken lassen. Wo befinden wir uns und wann könnte das Bild aufgenommen worden sein?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Ph-36580)

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Ja natürlich der Bergisel. Aber welche Zeit? Der erste Bauabschnitt der üppigen Villen scheint abgeschlossen zu sein, aber das entspricht einem großen Zeitraum.

    Vielleicht hilft uns der Zusatnd des Gebäudes des Reselehofs im Vordergrund, der 1935 abgebrannt ist, aber wieder aufgebaut wurde, Hier ein paar Bilder vom Brandeinsatz. Die Beschreibung des ersten Bildes „eine halbe Stunde vor Eintreffen der Feuerwehr“ zeigt den technischen Fortschritt von heute.
    https://cl-bfv-ibk-land.gem2go.page/So_war_s_frueher_-_Feber_2008_1

    Tja, ist das jetzt noch der alte Zustand (vorsichtig ja) oder deutet die unregelmäßige Deckung des Gebäudes mit zwei verschiedenen Dachziegelsorten auf den gemischten Wiederaufbau mit noch vorhandenen alten Ziegeln und neuen Ersatzziegeln hin?

    Hinter dem linken Hofgebäude, welches überhaupt neu aussieht, sieht man beim fast vollständig verdeckten Abzweiger von der Brennerstraße zum Bergisel eine kioskartige Konstruktion. Möglicherweise war das Häuschen im Dienst der Kommunalbetriebe, Gas, Wasser oder Elektrizität. Irgendwann(?) war es verschwunden.

  2. Berg Isel noch ohne Schanze. Im Bild rechts die Ferraiwiese. Aunahme ev. vom Retterschlössel aus gemacht oder von der Peterlongo Kurve der Brennerstrasse. Im Vordergrund sieht man die Fahrdrahtleitung mit Masten der Stubaier Bahn.
    Aber irgendwas ist auf dem Bild im gesamten hinteren Bereich nicht stimmig. Ist das der Grillhof wo sich heute das Kraftwerk untere Sill befindet? Mir fehlt auch der Einschnitt der Sillschlucht.
    Negativ ist vermutlich eine Großformat Glasplatte auf der man nach Lust und Laune retuschieren konnte.

  3. Die Aufnahme dürfte ziemlich genau im Scheitelpunkt der langen Retterkurve gemacht worden sein, die Höhe des Mastens der StB und der Blickwinkel zum Reselehof und Lemmenhof lassen eigentlich keinen Zweifel. Zur damaligen Zeit war noch kaum ein Auto unterwegs, heutzutage wäre ein Fußgänger an dieser Stelle in echter Lebensgefahr.
    Ich habe endlich einmal das Luftbild von 1940 konsultiert, welches nur 5 Jahre nach dem Brand aufgenommen worden ist. Da schaut das Dach des Brandobjekts homogen gedeckt aus, nicht der am Foto sichtbare Fleckerlteppich. Dazu gibt es 1940 eine über das Dach hinausragende Feuermauer, die am Titelbild fehlt. Das angebaute Plumpsklo scheint auch verschwunden zu sein. Womit wir bei der Datierung den Ansatz vor 1935 machen können.

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