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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Eine Feldbahn?

Eine Feldbahn?

Vor kurzem wurde bei den Map Stories: #friedensjahre von Niko Hofinger die militärische „Bahn-Erschließung“ Wiltens fast bis zum Kloster kurz besprochen. Grund genug dieses Foto auszugraben. Zwar nicht ganz scharf, aber doch heiß.

Kurz zur Orientierung: Rechts die Hochkurve der 1er in der südlichen Neuhauserstraße. Südlich davon Duilestraße und Pastorstraße. Gegend der Garage der IVB, Pädagogische Hochschule, Lagerhaus und den Industrie- und Gewerbebetrieben. Viele davon verfügen bis heute über Eisenbahnanschlüsse. Das ist ja auch gut so. Ob diese heutigen Schienen auf der Trassen ihrer Vorgänger liegen, können die Fachleute sicherlich beantworten.

Die vorderen Baracken dienten meines Wissens im Ersten Weltkrieg militärischen Zwecken. Es gibt Aufnahmen mit Soldaten, die Stroh in Schlafsäcke stopfen.

Links davon erkennen wir die Schienen mit mehreren Abzweigungen. Keine Ahnung, ob das eine Feldbahn oder eine Nebenbahn ist.

Was mich aber am meisten interessiert ist die Frage des langen Zuges (?) im Vordergrund. Für mich schaut es aus, dass es sich um abgestellte Wagons (im Feldbahnformat?) für Flüssigkeiten (Benzin?) handelt. Tankwagen nannte man das dann in meiner Jugend.

Selten gibt es Beiträge mit so vielen Fragezeichen. Oder?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-5343)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Lieber Lukas, ich danke dir, das ist der Beweis, dass dort zumindest ein Gleis bis zum Stubaitalbahnhof herüber reichte. Dieses Gleis scheint auch an der selben Position zu sein wie auf meinem im anderen Thread veriinkten Foto, das einen unscharfen Hochbord-Güterwagen zeigt – das sehe ich hiermit auch als erwiesen an.
    Feldbahn ist das keine, Nebenbahn auch nicht, es ist eine „Anschlussbahn“, salopp auch Industriebahn genannt. Sie unterschiedet sich von der Feldbahn und der Nebenbahn dadurch, dass sie keine in sich abgeschlossene, im Fall einer Feldbahn schmalspurige Bahnanlage ist, sondern an das Hauptbahnnetz anschließt, nur deshalb existiert und nur wenigen eisenbahnrechtlichen Vorschriften unterliegt (das gilt allerdings auch für Feldbahnen).

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