Ein seltsames Hauseck
Zugegeben. Ein großes Rätsel kann ich aus diesem Foto nicht stricken. Da ist im Hintergrund ein bisschen was zu sehen, das man vielleicht kennt. Dom und Herzog-Otto-Straße. Damals noch mit recht ordentlichen Bäumen.
Über dem zweiten Dach von rechts erahnen wir einen stählernen Mast. Wozu der wohl gehört hat? Wir haben darüber schon mehrfach gesprochen.
Doch eigentlich dreht sich die Fragestellung dieses Beitrages um das Haus auf der linken Seite. Es ist relativ gut gebaut. Das Eck gekehlt. Eine Sockel-Verkleidung aus Breccie. Das kennen wir vom abendlichen Spaziergang am Inn doch nicht.
Die Innverbauung ist noch nicht die aktuelle, sondern eine Schutzmauer aus kleineren Steinen.
Dann bleibt eigentlich nur mehr die Frage, die ja nicht so sonderlich unlösbar ist: Wo sind wir eigentlich?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-4764)
Zum stählernen Mast: Stand nicht bei der Klosterkaserne so ein Ding?
Soooo a gmahte Wiesn ist es auch wieder nicht, Umgebung alter Schießstand in Mariahilf, im Hintergrund die Gstettn vo Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/szenebild/ ja, aber welches Haus hatte so ein Eck, schmuck gekehlt und keck? Die prägnante „Landzunge“, jaaa, Ausbuchtung halt, müßte eigentlich auf jedem älteren Luftbild vor dem Bau des Mariahilfparks auffallen. Tut es aber nicht.
https://postimg.cc/0KScjMFB , auch nicht https://postimg.cc/njGwGQ0X , was wahrscheinlich der fehlende Beitrag „Rundflug um Innsbruck V“ werden hätte sollen.
Ebenerdig sieht man die gelbe Reflexion eines Hauses im Inn, um welches es sich wahrscheinlich handelt. Welches sonst?
https://postimg.cc/gallery/y8hgBJT
https://i.postimg.cc/9Mftc3b2/Mariahilf%20farbe.jpg
sieht man in diesem Beitrag am letzten Bild vielleicht die Stützmauer zum Inn? https://innsbruck-erinnert.at/der-k-k-landeshauptschiessstand-mariahilf/
Das Luftbild 1968 zeigt die in den Inn vorspringende Mauer https://lba.tirol.gv.at/public/bild.xhtml?id=61306
Ja, auf dem letzten Bild, vom Abriss. Das Haus ist schon weg.