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Benzintempel Weicht Kathedrale Des Geldes

Benzintempel weicht Kathedrale des Geldes

Über die Häuser der Meinhardstraße wurde hier schon berichtet, auch die Garage und die Tankstelle waren schon Thema. Dieses Bild stammt aus den 1970ern und zeigt das Hauptgebäude der Meinhardgarage, Meinhardstraße 1. An dieser Stelle hatten die Herren Wiedner und Menardi im Sommer 1935 mit ihrer OHG die Genehmigung zum „Handel mit Betriebsstoffen für Kraftfahrer im Betriebe von Zapfstellen“ bekommen. Im Dezember 1951 schließlich erhielten sie die Genehmigung zum Wiederaufbau der im Krieg schwer getroffenen Betriebs-Gebäude.

Das Haus schaut ja eigentlich mehr aus wie eine alte Synagoge oder ein Schulhaus… es musste aber trotzdem 1983 dem Neubau der Handels- und Gewerbebank weichen. Dieses Gebäude war und ist ein besonderes Exemplar der in den 1980ern errichteten Innsbrucker Protzbauten ohne jeden nachvollziehbaren ästhetischen Anspruch. Die linke Seite der Meinhardstraße kann heute wohl mit Fug und Recht als die unansehnlichste Fassadenfont der Stadt bezeichnet werden.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare
  1. Ein ganz herrliches Bild, bei der „Kathedrale des Geldes“ bin ich mir jedoch nicht so sicher……

    Wenn ich den Franziszeischen Katataster und das aktuelle Luftbild überlagere, so kommt mir vor, dass es sich bei diesem Haus um das heutige Grundstück Meinradstraße 5 handelt, also die Nachbar-Parzelle neben der Bank……
    Hier der Katasterplan aus den 1850er-Jahren:
    https://maps.arcanum.com/en/map/cadastral/?bbox=1268558.0440347998%2C5985454.5501288455%2C1269363.6186532115%2C5985715.510920726&layers=here-aerial%2C3%2C4

    Faszinierend ist jedenfalls, dass die Gemeindegrenze von Innsbruck und Wilten genau an der Grundstücksgrenze einen Knick macht. Es handelt sich beim nördlichen Eck der Liegenschaft um den allernördlichsten Teil der historischen Gemeinde Wilten.

    1. Ich glaube auch, dass es sich bei diesem Haus um die ehemalige und auch jetzige MEINHARDstraße Nr. 5 handelt. Auch jetzt befindet sich hier noch rechts und links vom Eingang zum Augenzentrum Dr. Zirm die Einfahrt / Ausfahrt der Parkgarage.
      Die „Kathedrale des Geldes“ ist davor auf dem ehemaligen Scheuchenstuelschen Grund.
      Siehe auch das 1940er Luftbild in https://lba.tirol.gv.at/public/karte.xhtml#

      1. Vielen Dank, Herr Roilo! Genau um diese Präzisierung ist es mir gegangen:
        Dass der „Benzintempel“ und die „Kathedrale des Geldes“ nicht identisch, sondern zwei verschiedene Grundstücke sind.
        Von der originellen Überschrift her könnte man auf die Schnelle meinen, dass es dieselbe Parzelle ist.

    2. Die Häuser im Hintergrund sind schon Museumstraße 23 und 25, davor sieht man noch den Rest (das Erdgeschoß mit den insgesamt acht gewölbten Fenstern) des Scheuchenstuelschen Waisenhauses (welches aber etwas zurückgesetzt und in einem Abstand von Nr. 5 stand – das Foto täuscht hier)

    1. Die Meinhardgarage war dort wo sich jetzt die Augenklinik Zirm und andere Geschäfte befinden
      Die Hagebank Gebäude ist weiter nördlich und steht an der Ecke Meinhard- Museumsstrasse

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