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Ein Eher Unscheinbares Postkartenmotiv: Der Sillfall

Ein eher unscheinbares Postkartenmotiv: Der Sillfall

Der Sillfall käme heute kaum noch als Postkartenmotiv in Betracht. Trotz seines für heutige Betrachter unscheinbaren Äußeren war er an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein beliebtes Fotomotiv, das häufig als Postkartensujet verwendet wurde.

Ein Beispiel dafür ist die oben abgebildete schwarz-weiß Postkarte mit dem Titel „Gruss aus Innsbruck. Sillfall am Berg Isel“. Die Karte ist am 5. Oktober 1909 gelaufen und war an einen Herrn Lois Jäger beim „k.k. Feldkanonen Regiment N. 40, Batterie 3, derzeit Linz, Garnisonsspital N. 4 Linz“ adressiert. Der Text auf der Adressseite ist kurz und bündig gehalten: „Karten erhalten / bist du wirklich eingerückt / bin ganz Paff / habe eine Karte nach Lembach geschickt / werde dir weiters Briefe schreiben / Sei indes bestens und herzlich gegrüßt / Mitzi.“

Als Motiv dieser, am 7. Oktober 1915 an eine in Wien lebende Frau Rosa Hammer gesendeten Postkarte, dient wieder der Sillfall. Auf dieser Karte sind aber auch die dazu gehörenden Nebengebäude, die Abzweigung des Sillkanals und der Bergisel abgebildet. Der Kartentext ist wieder sehr kurz gehalten: „Herzlichen Gruß sendet dir von Innsbruck dein Konrad.“
Auch auf den seit Ende des 19. Jahrhunderts sehr beliebten „Gruss aus Innsbruck“ Karten, die meistens drei bis sechs kleine, lithographierte Ansichten der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten zeigten, ist der Sillfall häufig abgebildet. Ein Beispiel dafür ist diese mit 6. August 1899 datierte Postkarte, auf der vier Ansichten von Innsbruck und Umgebung zu sehen sind: Neben der Weiherburg, Schloss Ambras und der Martinswand ist auch der Sillfall abgebildet.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-36708, Ph-35232, Ph-A-24359-040)

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