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Ein Bildstock Als Wegweiser

Ein Bildstock als Wegweiser

Ein Marterl am Wiesenrand – Vielleicht kennt der oder die eine die Geschichte der beiden Kinder aus Gschaid. An Heilig Abend besuchen Konrad und seine kleine Schwester Sanna ihre Großeltern in Millsdorf. Es ist ein langer aber vertrauter Weg dorthin. Am Waldrand steht ein Marterl, das die Kinder sichergehen lässt, dass sie sich am richtigen Weg befinden. Normalerweise steht das Marterl aufrecht, heute liegt es am Boden, es scheint umgefallen zu sein. Während dem Besuch bei den Großeltern, wo die Kinder Speiß und Trank bekommen, fängt es langsam an zu schneien. Konrad und Sanna machen sich auf den Heimweg um rechtzeitig und heil zu Hause anzukommen, bevor es stärker anfängt zu schneien. Als die Kinder an der Stelle des Marterls vorbeikommen, ist das Marterl bereits mit einer dicken Schneeschicht überdeckt. Sie können es nicht erkennen und kommen vom Weg ab. Eine nahegelegene Steinhöhle bietet ihnen Schutz vor dem starken Schneefall. Dort verweilen Konrad und Sanna bis sie endlich von einem Suchtrupp aus dem Dorf gefunden werden. Die beiden Kinder haben noch genügend Zeit sich vor dem Schreck zu erholen, bis es stockdunkel ist und sie gemeinsam mit den Eltern vor dem erhellten Christbaum sitzen und Geschenke auspacken. Unser Bild zeigt ein Marterl im Sommer oder Frühling. Erkennt wer die beiden Berge im Hintergrund?

Ein treuer Leser hat uns diese aktuelle Aufnahme vom Fernkreuzweg zukommen lassen, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten.

(Theresa Webhofer, Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-36647 / Ph-Dig-1091)

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Die Berge im Hintergrund sind li die Serles, rechts der Habicht, dazwischen das Pinistal,
    das Marterl am Bild müsste am Igler Plateau stehen.

  2. Das Wegkreuz (das ist kein Marterl Kruzifix! 😉 ) steht einmal irgendwo zwischen Vill und Igls- Dann gibts etliche Berge zu sehen, hemeint sind wahrscheinlich Serles und Habicht. Vor dem Habich ganz unscheinbar die Felszacke des Elfers, hinter der Seröes schauen noch Kirchdachspitze und Ilmspitze hervor, und das „Kar“, unter dem die Innsbrucker Hütte ins Gschnitztal schaut. Die Sonnenspitz ist leider im Nebel.

  3. Der Corpus des Fernkreuzwegkreuzes (Himmel! Was muß denn noch alles dem Massentourismus als Eventschablone dienen?) ist mit dem der alten Aufnahme wirklich haarklein identisch. Allerdings – vorausgesetzt, Google Earth ist nicht komplett windschief – stimmt die Bergkulisse nur etwas mehr nördlich,in der Gegend Brunnenwegsiedlung, mit der des Fotos (Defner?) überein. Stand wohl mitten im Baugrund :-D.

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