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Die Schönsten Schläfer Innsbrucks

Die schönsten Schläfer Innsbrucks

Sind Sie Morgenmensch? Ich auch nicht. In den Tiefen des Stadtarchivs munkelt man, dass ich vor 9:00 Uhr besser nicht anzusprechen sei… Als Hommage an eine meiner liebsten Beschäftigungen, das Schlafen, gibt’s heute einen kleinen Beitrag zu den besten Schnappschüssen von Innsbrucker Schläfern (wohlgemerkt – es sind in diesem Fall tatsächlich nur Herren abgebildet ;-)).

Ein kleines Mittagsschläfchen lässt sich ja überall schnell einlegen. Zum Beispiel auf einer Baustelle, wie unser Titelbild beweist. Nach dem Mittagessen, das sich wohl in dem kleinen Korb neben dem Schläfer befunden hat, lässt sich’s auf einem Brett gut ausrasten. Der Schnappschuss gelang Friedrich Nickel aus seinem Wohnungsfenster in der Erlerstraße 12 in der Zeit 1946/47.

Schlafen lässt sich’s auch gut im Warteraum. Auch hier war Friedrich Nickel wieder der Fotograf, der im rechten Moment abdrückte, diesmal in den frühen 50-er Jahren. Die Sitzgelegenheiten in den Warteräumen sind zwar heute oft gemütlicher, aber dem Herr scheint das Schlafen auf der harten Holzbank nichts auszumachen.

Auch in der Bergluft tut ein Schläfchen gut. Das Bild ist mit „Die schlafende Presse“ betitelt, Ort des Geschehens ist die Fronebenalm im Stubaital, wo sich ein Mütter-Erholungsheim der Stadt Innsbruck befand, aus dessen Album dieses Foto stammt – vermutlich war die genannte „Presse“ hier, um darüber zu schreiben.

(Stadtarchiv Innsbruck, KR-NE-6685, KR-NE-2877, Ph-A-24462-10)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ich hab wirklich zuviel Zeit. Jetzt kümmere mich schon um jahrzehntelang wiedererwachte Siestas,,,aber wenn Herr Nickel aus einem Fenster der Erlerstraße 12 geknipst hat und das Bild den gegenüberliegenden Gehsteig (wunderschöne Sechseckpflasterung) zeigt, dann schien damals die Mittagsonne im Norden. Was ist jetzt leichter, das Bild umdrehen oder die Erdachse?

    Welchen Bombenschaden hat der Mann nach seinem Schläfchen zu beseitigen geholfen? Haus Nummer 15 oder 13, das letzte Haus des Cafe München Komplexes?

    1. Alle Achtung, Herr Hirsch, was Ihnen alles auffällt! Aber Sie haben Recht mit dem Schatten. Auch hatten laut dem Bombenkataster (wenn der stimmt) und nach dem Buch von Michael Svehla Nummer 13 und 15 keine Bombentreffer, erst 17 (Odeon-Casino), und dorthin hat man von 12 nicht diesen Blick!

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